STADTSPORTVERBAND REAGIERT AUF HALLENSCHLIESSUNG

Stadtsportbund Hattingen (Grafik: SSV Hattingen)

Hattingen- Die Ankündigung der Stadt im Notfall Hallen zu nutzen um dort Notunterkünfte für Flüchtlinge einzurichten, hat die Sportvereine und Schulen überrascht. Der Stadtsportverband reagiert nun mit einem offenen Brief. Darin verweist Michael Heise, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, auf die Folgen, die die Umnutzung der Sporthalle Marxstraße für Sportler in Welper hätte. Allerdings gibt es von Seiten des Stadtsportverbandes keine

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Der Stadtsportverband möchte Hallensperrungen vermeiden. Hier der Vorstand: 1. Vorsitzender: Michael Heise, 2. Vorsitzender: Udo Scheer, Geschäftsführer: Jan Weselowski, Kassierer: Julian Diße, Sportwart: Dieter Laurien (Foto: Stadt Hattingen)

Der Stadtsportverband möchte Hallensperrungen vermeiden. Hier der Vorstand: 1. Vorsitzender: Michael Heise, 2. Vorsitzender: Udo Scheer, Geschäftsführer: Jan Weselowski, Kassierer: Julian Diße, Sportwart: Dieter Laurien (Foto: Stadt Hattingen)

Alternativvorschläge oder Hinweise, wie die aktuelle Ausnahmesituation zu lösen sein könnte, falls die Stadt auf die Sporthallen als Notquartiere verzichtet.

Hier der offene Brief in voller Länge:

Offener Brief
an die
Ratsmitglieder der Stadt Hattingen

Betr.: Mögliche Belegung der Mehrzweckhalle Marxstraße in der 50. KW durch Flüchtling

siehe Vorlage zur Ratssitzung am 26.11.2015, Drucksache 260/2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Anwesenheit von Bürgermeister Dirk Glaser und Dezernentin Beate Schiffer haben die von der möglichen Schließung der Marxstraße betroffenen Vereine den Sachverhalt diskutiert. Allen Beteiligten ist die Notsituation der Stadt und hier vor allem der handelnden und entscheidenden Personen deutlich geworden. Ebenso ist den Vereinsvertretern die Situation  der Flüchtlinge und deren Schicksale bewusst. Die Sportvereine in Hattingen möchten weiterhin zur guten Willkommenskultur in unserer Stadt beitragen und vermehrt auch Angebote zur Integration bieten. Drei Sporthallen sind bereits für den Vereins- und Schulsport nicht mehr nutzbar. Dank der Solidarität der Vereine und der engagierten Koordination der Sportverwaltung ist es bisher gelungen Ausweichmöglichkeiten für die betroffenen Vereine zu schaffen.

In der Diskussion zur möglichen Schließung der Halle in der Marxstraße ist jedoch erstmals Unverständnis und eine große Enttäuschung zu spüren. Mir ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Auswirkungen weiterer Umnutzungen von Sporthallen, wie möglicherweise die der Sporthalle Marxstraße zu Unruhen bei den Mitgliedern der Sportvereine führen und sich zudem auf die Bevölkerung im Stadtteil Welper und in der gesamten Stadt übertragen können. Weitere über 1000 Vereinssportler, Eltern und Schulkinder wären ab dem Nikolaustag betroffen.

Ebenso ist zu befürchten, dass weitere Sporthallen von einer Umnutzung betroffen sein werden. Die zurzeit angedachten alternativen Unterbringungsmöglichkeiten werden sicher nicht so schnell, sondern erst in einigen Wochen/Monaten umgesetzt werden können. Jeder kann sich ausrechnen wie viele Flüchtlinge bis zu diesem Zeitpunkt in Hattingen untergebracht werden müssen, wenn jeden Monat weitere 100 Personen zu uns kommen. Die guten Sportstrukturen in Hattingen würden nachhaltig gestört und die Anzahl der Mitgliedschaften in den Sportvereinen Hattingens würde sich drastisch verringern.

Ich möchte die Verwaltung und den Rat der Stadt Hattingen dringlich bitten, diese Wahrscheinlichkeit bei der Entscheidung zur weiteren Umnutzung von Sporthallen zu bedenken. Gleichwohl sind wir selbstverständlich bereit mitzuhelfen, um die Ausnahmesituation in dGriff zu bekommen. Wichtig dabei ist es uns, dass die Konsequenzen im Einzelnen jeweils berücksichtigt, der Stadtsportverband rechtzeitig einbezogen wird und mitberaten kann, und eine ehrliche transparente und frühzeitige Kommunikation den Sportvereinen und dem Schulsport gegenüber sichergestellt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Heise

Vorstandsvorsitzender des Stadtsportverbandes Hattingen

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