150 EINSATZKRÄFTE BEI „@FIRE“ IN AUSBILDUNG

Hattingen- Das Thema Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung hat in den letzten Jahre deutlich an Bedeutung gewonnen. Es ist davon auszugehen, dass solche Einsatzlagen die Feuerwehren auch in den nächsten Jahren weiter beschäftigen werden. 

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Aus diesem Grund hat die Ausbildungsabteilung der Feuerwehr Hattingen in diesem Jahr eine ganz besondere Ausbildung für die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte organisiert. Unter der Federführung von @fire werden bzw. wurden insgesamt 150 Einsatzkräfte im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung ausgebildet. Dazu ist es gelungen in Hattingen-Elfringhausen ein Feld als Übungsobjekt zu erhalten. Hier wurden am Samstag (3. September 2022) im Rahmen einer Stationsausbildung verschiedene Vorgehensweisen und Löschtechniken erlernt. 

RuhrkanalNEWs war mit der Kamera vor Ort:

In Zusammenarbeit mit @fire, einer Organisation die weltweit im Bereich der Trümmerrettung aber auch in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung tätig ist, wurde ein mehrstufiges Ausbildungskonzept ausgearbeitet. Im Vorfeld fand ein dreistündiger Unterricht statt, in dem die theoretischen Inhalte vermittelt wurden. In den letzten drei Wochen ging es für die Einsatzkräfte aus Haupt- und Ehrenamt dann im wahrsten Sinne des Wortes „ins Feuer“.

Am Laaker Weg in Elfringhausen stellten Pächter und Eigentümer ein abgeerntetes Feld als Übungsfläche zur Verfügung. Ein besonderer Dank geht hier an die Familien von Scherenberg und Börter. An drei Samstagen wurden die Einsatzkräfte zunächst an fünf Stationen ausgebildet, bevor das Erlernte dann in einer gemeinsamen Abschlussübung an einer brennenden Fläche umgesetzt werden konnte.

Ausbilder von @fire bei der Schulung in Elfringhausen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Bei Vegetationsbränden sind besondere Löschtechniken anzuwenden. Auch an die Ausrüstung werden andere Herausforderungen gestellt. So gilt es mit der knappen Ressource Wasser sehr gezielt und sparsam umzugehen. In Löschrucksäcken werden 20 Liter Wasser transportiert und sehr gezielt vor Ort eingesetzt. Den Einsatzkräften, denen sonst ein Vielfaches an Löschwasser zur Verfügung steht, lernen hier, das wenige Wasser sehr bewusst und z.B. nur zum Niederschlagen von Flammen einzusetzen.

Man muss sich im Klaren darüber sein, dass mit dieser Löschtechnik, z.B. in Verbindung mit Feuerpatschen, nur ein Ausbreiten des Feuers verhindert wird, nicht aber das vollständige Löschen. Auch der Aufbau eines Löschangriffs in unwegsamen Gelände mit besonders leichtem Schlauchmaterial konnte hier sehr praxisnah geübt werden.

Während es z.B. bei einem Brand im Gebäude zunächst erforderlich ist, ausreichend Schlauchmaterial vor dem Betreten des Gebäudes einsatzbereit zu machen und anzuschließen, wird hier nach und nach weiteres Schlauchmaterial in der Einsatzstelle angeschlossen um den Einsatzradius zu erhöhen.

Die Rauchentwicklung war von Weitem zu sehen und führte auch zu Meldungen aus der Bevölkerung. (Foto: Jens Herkströter)

Eine der schweißtreibensten Stationen war die Herstellung eines sog. Wundstreifens. Mit speziellen Werkzeugen wurde auf dem Boden eine Schneise angelegt, die verhindern soll, dass sich der Brand weiter ausbreitet. Dazu war es erforderlich, alles brennbare Material wie Strauchwerk und Pflanzenreste zu entfernen.

Mit speziellen Werkzeugen wird ein Wundstreifen angelegt. Dieser soll die Brandausbreitung stoppen. (Foto: Jens Herkströter)

Wie bei allen Arbeiten der Feuerwehr stand die Sicherheit und der Eigenschutz im besonderen Fokus. Die Hinweise auf die besonderen Gefahren bei Vegetationsbrandbekämpfungen wurden sowohl theoretisch als auch in der Praxis intensiv bearbeitet. Dazu gehört natürlich auch die Auswahl der richtigen Schutzkleidung.

Auch wenn diese innovative Ausbildung allen Beteiligten viel Zeit und Einsatzbereitschaft abverlangt hat, wurde an den letzten Wochenenden sehr deutlich, dass es eine lohnende Investition war.

Nach der praktischen Ausbildung erfolgt in den nächsten Monaten noch eine ergänzende Ausbildungseinheit für Führungskräfte. Hier steht dann das taktische Vorgehen im Vordergrund.

Die Leitung der Feuerwehr Hattingen sowie die Ausbildungsabteilung danken allen beteiligten Personen für das, zum Großteil ehrenamtliche Engagement und die Bereitschaft, sich zum Schutz der Bevölkerung weiterzubilden.

Unter realistischen Bedingungen fand zum Abschluss eine Einsatzübung der Einsatzkräfte statt, bei dem die erlernten Löschtechniken angewendet werden konnten.

RuhrkanalNEWS Fotostrecke vor der Übung in Elfringhausen:

1 Kommentar zu "150 EINSATZKRÄFTE BEI „@FIRE“ IN AUSBILDUNG"

  1. Roland Römer | 4. September 2022 um 13:58 |

    Leider ist unter diesem Link das Video nicht zu finden…

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: