FRANK STAACKEN – DER ERSTE GRÜNE BM-KANDIDAT IN HATTINGEN

Frank Staacken B90 Grüne (Foto: RuhrkanalNEWS)

Die Gerüchteküche brodelte schon länger. Am 15. September meldete Ruhrkanal.News bereits, dass die Grünen wohl Frank Staacken nominieren würden. Das Ergebnis steht nun fest: Frank Staacken wurde von seiner grünen Partei als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen am 13. September 2020 aufgestellt. Damit ist der 63jährige Rechtsanwalt der erste grüne Kandidat um das höchste Amt der Stadt in Hattingen.

Staacken wurde 1955 in Dortmund geboren. Mit drei Jahren zieht er nach Welper, Papa bekommt einen Job auf der Hütte. Werks-Kita, Volksschule Heggerfeld, Gymnasium Waldstraße, Abitur 1975, Studium der evangelischen Theologie und 1990 ein Jura-Studium. Seit 18 Jahren hat er eine eigene Rechtsanwalt-Kanzlei. Frank Staacken ist verheiratet und hat eine Tochter, die heute in Hamburg lebt.

Frank Staacken will Bürgermeister werden

Seit 1984 gehört Staacken dem Stadtrat an, damals als Fraktionsvorsitzender der Grünen. Seine politischen Schwerpunkte sind Stadtplanung und Integrationspolitik. Eines seiner vergangenen Statements zur politischen Arbeit:„Ich setze mich für eine weltoffene Stadt Hattingen ein, in der auch Minderheiten mit ihren speziellen Bedürfnissen ausreichend berücksichtigt werden. Dabei kommt dem Integrationsrat als Vertretungsgremium der Migrantinnen und Migranten eine wichtige Rolle zu, die zukünftig ergänzt werden muss durch ein kommunales Integrationsmanagement. Im Bereich Soziokultur halte ich die Schaffung eines Bürgerhauses für die vordringliche Aufgabe.“ Das Bürgerzentrum ist mittlerweile am Holschentor Realität geworden – und genau dort wurde Staacken auch von seiner Partei gewählt.

Für die Integration von Ausländern hat er sich schon immer eingesetzt, war engagiert im Verein zur Förderung der Ausländerarbeit (VFA) und im mittlerweile abgerissenen Haus Burgeck. Jetzt gilt es, ein Wahlprogramm aufzustellen. Und den Bürger vom alternativen Kandidaten Frank Staacken zu überzeugen.

Kommentar

Nach Frank Mielke (der am 22. November ja noch offiziell von der SPD benannt werden muss, woran aber wohl kein Zweifel bestehen dürfte) nun also mit Frank Staacken der zweite Kandidat um das Amt an der Spitze der Stadt. Beide Kandidaten haben schon eines gesagt: Sie wollen kein Charming Boy sein. Genau das, so ist immer wieder hinter vorgehaltener Hand zu hören, wirft man dem Amtsinhaber vor: Zu lieb, zu freundlich, zu harmonisch, nach allen Seiten offen. Davon möchte man sich ganz offensichtlich abgrenzen. Mit der Aussage Staackens in örtlichen Medien, Frank Mielke sei doch jetzt schon der starke Mann in der Verwaltung wird noch eine weitere Abgrenzung oder auch (anders) Annäherung deutlich – nämlich die an die Sozialdemokratie. Fast schon ein offenes Angebot für Koalitionen und Kooperationen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Partei allein nach dem 13. September 2020 das Sagen im Rathaus haben wird, dürfte gen Null gehen. Da schmiedet man doch frühzeitig das Eisen. Die Liberalen wollen zum Jahresende sagen, was sie tun. Die CDU will zunächst einmal Weihnachten und Neujahr feiern und dann – im neuen Jahr – die Katze aus dem Sack lassen. Man sei in Gesprächen – wohl auch mit dem Amtsinhaber. Es werden aber nach wie vor auch andere Namen gehandelt, doch möglicherweise ist das auch der Gerüchteküche geschuldet. Im Moment fallen mir zur CDU vor allem zwei Zitate von Angela Merkel ein – auch wenn der ein oder andere Christdemokrat mit der Frau Bundeskanzlerin eher fremdelt. In einer Talkshow von Anne Will sagte sie 2009: „Jeder hat seine Art, zurückzuschlagen. Schweigen kann es auch mal sein.“ Und noch ein Zitat vom 22. Juli 2011: „Wir sind jetzt gerade im Sommer der Entscheidungen. Und dann kommen der Herbst und dann der Winter der Entscheidungen. Jetzt kommen überhaupt nur noch Entscheidungen.“ Und auf die der CDU und ihren Kandidaten für den Bürgermeistersessel warten wir jetzt gespannt.

1 Kommentar zu "FRANK STAACKEN – DER ERSTE GRÜNE BM-KANDIDAT IN HATTINGEN"

  1. Bernd Loewe | 15. November 2019 um 10:17 |

    Frank Staacken und Frank Mielke als Bürgermeister Kandidaten, das einzige was gleicht, sind die Vornamen. Zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Damit haben die Wähler eine interessante Alternative. Man darf gespannt sein, wen die CDU aufstellt. Der Amtsinhaber wird es allerdings sehr schwer haben, wenn er nochmal antritt.

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