FEUER IN MEHRFAMILIENHAUS

Hattingen (ots) – Am Samstag (24.9.2016) meldeten Anwohner eines Mehrfamilienhauses im Welperfeld um 2.04 Uhr einen Wohnungsbrand. Bereits nach wenigen Minuten waren sowohl die hauptamtlichen Kräfte als auch zwei freiwilligen Einheiten vor Ort. Bereits von außen war eine Rauchentwicklung im Bereich des Kellers erkennbar. Außerdem waren Flammen sichtbar. Im hinteren Bereich machten sich mehrere Personen an den Fenstern des ersten und zweiten Obergeschosses bemerkbar und riefen um Hilfe. Der Treppenraum war bereits verraucht. Daher konnte eine gefahrlose Rettung der Bewohner hierüber nicht erfolgen. Umgehend wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. An der Gebäudeseite bauten die Einsatzkräfte eine tragbare Leiter auf. So konnte das Gebäude über ein Flachdach betreten werden. Weitere Einsatzkräfte betreuten die Bewohner an den Fenstern. Da ihre Wohnungen selbst nicht verraucht waren, war diese für die Betroffenen zunächst das sicherste Vorgehen. Zur besseren Koordination wurde die Einsatzstelle in drei Abschnitte aufgeteilt. Zur Erkundung und Brandbekämpfung gingen zeitgleich bis zu drei Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor.

Feuer in Mehrfamilienhaus Welperfeld (Foto: Feuerwehr Hattingen/Jens Herkströter)

Feuer in Mehrfamilienhaus Welperfeld (Foto: Feuerwehr Hattingen/Jens Herkströter)

„Insbesondere ein Kellerbrand ist in einem solchen Gebäude sehr gefährlich“, erläutert Hattingens Feuerwehrchef Tomás Stanke an der Einsatzstelle. „Es entsteht schnell ein sehr starker Rauch der sich im gesamten Treppenraum ausbreitet und zu einem Hitzestau im oberen Bereich führen kann“, so Stanke weiter. Daher wurden, neben der Betreuung der 21 Personen zwei Maßnahmen gleichzeitig eingeleitet. Zunächst bekämpfte ein Trupp mit einem C-Rohr den Brand im Keller um die Gefahr des Wärmestaus zu reduzieren. Gleichzeit schafften weitere Einsatzkräfte eine Abluftöffnung im Treppenraum, um diesen dann mit einem Hochleistungslüfter zu entrauchen. Beide Maßnahmen zeigten sofort Wirkung. Daher konnten die Bewohner bereits kurze Zeit später aus dem Gebäude geführt und durch den Rettungsdienst untersucht werden. Eine Person wurde vom Notarzt behandelt, konnte aber vor Ort verbleiben. Nach abschließenden Nachlöscharbeiten im Keller, sowie einer Kontrolle des Gebäudes, rückte die Feuerwehr nach 2,5 Stunden wieder ein. Neben dem hauptamtlichen Löschzug waren die freiwilligen Einheiten aus Welper und Blankenstein, sowie die Sondereinsatzgruppe Information und Kommunikation des Löschzuges Bredenscheid mit etwa 40 Kräften im Einsatz. Hinzu kamen drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug.

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