DIRK GLASER TRITT WIEDER AN

Bürgermeister Dirk Glaser tritt wieder an (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Eine wirklich große Überraschung ist es nicht, was Dirk Glaser bei einer extra einberufenen Pressekonferenz bekanntgibt. Er tritt wieder an im Rennen um den Bürgermeisterposten. Er gibt zu, dass er seit vergangenem Sommer lange über die Kandidatur nachgedacht zu haben. Die Unterstützung seiner Frau sei bei der Entscheidung genauso ausschlaggebend gewesen, wie der Zuspruch verschiedener Bürger, die ihm Hilfe im Wahlkampf zugesagt haben. Dieses mal gibt er seine Kandidatur bekannt, bevor die beiden verbliebenen Parteien sich entschieden haben, ob sie mit ihm im Wahlkampf zusammenarbeiten. „Ich bin parteilos und will auch auf jeden Fall ins Rennen gehen.“ Dabei lässt der Amtsinhaber keinen Zweifel aufkommen, dass er sich freuen würde, wenn ihn CDU und FDP wieder unterstützen würden.

Bürgermeister Dirk Glaser bei der Pressekonferenz (Foto: RuhrkanalNEWS)

„In den vergangenen Jahren ist vieles richtig gut gelaufen“, begründet Dirk Glaser seine Entscheidung. „Natürlich gab es auch einige Dinge, bei denen es etwas hakte.“ Insgesamt sieht der Verwaltungschef die Stadt auf einem guten Weg, „auch im Vergleich zu den Nachbarstädten“. Das führt er auch auf seinen Anspruch zurück, bis heute ein Bürgerbürgermeister zu sein. Jeder der mit ihm sprechen wolle, bekomme zeitnah einen Termin, grundsätzlich stehe die Tür zu seinem Büro offen. Ohne ins Detail zu gehen, nennt er sieben Punkte, die den Schwerpunkt seiner kommenden Amtszeit ausmachen sollen.

Gute Zusammenarbeit im Verwaltungsvorstand
Das sieht Dirk Glaser als den wichtigsten Punkt seiner bisherigen Amtszeit, den er unbedingt fortsetzen will. Schon bisher habe es großes Einverständnis aller Mitglieder gegeben. „Ich bin ein Teamplayer, manche diskreditieren das als „Moderator“, doch ich glaube, dass das der einzig richtige Weg ist“, so Dirk Glaser.

Wirtschaft
Dirk Glaser sieht die Wirtschaftspolitik seiner Amtsperiode als Erfolg. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen mit einer Arbeitslosenquote von 4,9% in Hattingen sind demnach auf den gesunden Mix aus Tourismusförderung und Stärkung des Gesundheitssektors in Hattingen zurückzuführen. „Beide Bereiche sorgen für zahlreiche Arbeitsplätze und sollten ausgebaut werden.“

Finanzen
Ganz zu Beginn seiner Amtszeit habe es eine schmerzhafte Erhöhung der Grundsteuern auf 875 Prozent gegeben. Das sein notwendig gewesen. Seitdem habe sich der Haushalt gut entwickelt. „Wir mussten und müssen sparen, aber haben wir erstmals seit den neunziger Jahren wieder ausgeglichene Haushalte.“ Dennoch macht Dirk Glaser deutlich, dass die Einsparungen durch den Personalabbau innerhalb der Verwaltung jetzt einen Punkt erreicht haben, an dem es für die Bürger schmerzhaft sind. Viele Dienstleistungen, beispielsweise im Bauamt, könnten nicht mehr so schnell erledigt werden, wie es wünschenswert sei. Die Übertragung der Nutzungsrechte am Kanalnetz werde der Stadt weiteren Spielraum verschaffen, so Dirk Glaser. Der Vorgang werde abgeschlossen, sobald das Finanzamt zustimme.

Zusammenleben
Die Quartiersentwicklung sei auf einem guten Weg, ist Dirk Glaser überzeugt, aber auch davon, dass hier noch einiges zu tun ist. Er will bei dem Thema auf jeden Fall am Ball bleiben. Das Bündnis für Familien sieht der Bürgermeister als Schirmherr ebenfalls als Erfolgsgeschichte. „Aber ich sage an dieser Stelle auch ganz ehrlich, die Idee ist nicht von mir.“

Interkommunale Zusammenarbeit
Hier zählt der Bürgermeister die Punkte auf, die bereits angeschoben oder umgesetzt sind. Das ist Rechnungsprüfungsamt gemeinsam mit Gevelsberg, Personalabrechnung mit Bochum, das papierlose Büro zusammen mit Witten, das Stadtarchiv Sprockhövel ist bereits in Hattingen. Die Internationale Gartenschau will Glaser nutzen um die Städte des Mittleren Ruhrtals zu vernetzen. So sollen Fördermittel in die Region geholt werden. Das sei bereits mit dem 500.000 Euro die für den Gethmannschen Garten nach Hattingen flossen gelungen. Dabei arbeiten Hattingen bereits mit den Städten des Mittleren Ruhrtals Wetter, Witten, Herdecke und seit neuestem Hagen zusammen.

Neuaufstellung der Verwaltung
nach dem Vorbild Venlos soll die Verwaltung moderner arbeiten und innovative Arbeitszeitmodelle sollen flexiblere Abläufe ermöglichen. Wird das umgesetzt, haben die Mitarbeiter keine eigenen Schreibtische im Rathaus mehr, sondern arbeiten da, wo ein Platz frei ist. Falls das O&K Gebäude angemietet wird, sollen erste Schritte dort bereits umgesetzt werden.

Klima
Alle Vorhaben der Stadt sollen ab sofort auf ihre Klimaauswirkungen geprüft werden. Das hat der Rat bereits beschlossen, Dirk Glaser will diesen Aspekt weiter in den Fokus rücken.

BM Dirk Glaser im RuhrkanalNEWS Interview

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