DINGE AUS DEN 70-ER JAHREN FÜR AUSSTELLUNG IM BÜGELEISENHAUS GESUCHT

Bügeleisenhaus am Haldenplatz 1 (Foto: Stadt Hattingen)

Hattingen- Zeitnah je nach Inzidenzwert soll im Museum Bügeleisenhaus die Sonderausstellung „Schön ist es auf der Welt zu sein – Hattingen in den 70er Jahren“ eröffnen. Hattinger Bürgerinnen und Bürger können sich mit Leihgaben und Erinnerungen an der Schau beteiligen.  

Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatverein Hattingen/Ruhr: „Die 70er waren für die gerade erst gebildete neue Stadt Hattingen eine spannendes Jahrzehnt. Es wurde gebaut, es wurde gefeiert und es wurden wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Stadt getroffen.“   

Themen der Ausstellung sind u.a. der Start der Altstadtsanierung, das „Free Concert“ an der Ruhr, die Eröffnung des „Ausländertreff“ Haus Burgeck, der Bau der S-Bahn, „Kemnade International“, das erste Altstadtfest, der Karstadt-Bau, der erster Karnevalsumzug in Holthausen, die Planung neues Rathaus und der Bau des Schulzentrums. Im Sommer werden dann das rock’n’popmuseum Gronau und das LWL-Museumsamtes für Westfalen mit der Wanderausstellung „Demos, Discos, Denkanstöße – die 70er in Westfalen“ den Blick auf die 70er zwischen Rhein und Ruhr erweitern.  

Um das Lebensgefühl der 70er in begehbaren Objekt-Kojen zu illustrieren, sucht der Heimatverein Hattingen/Ruhr nach Leihgaben aus den Bereichen Wohnen (Essen und Trinken, Wohnzimmer und Küche), Leben (Kino, Schule und Bildung, Freizeit, Politik, Mode, Werbung, Musik) und Technik (Telefon, Fernsehen, Computer, Musik, Pkw und Straßenverkehr). Friedrich: „Wer solche Objekte daheim hat und diese für die Dauer der Jahresausstellung entbehren kann, meldet sich bitte per Mail oder telefonisch unter 0175/4194195. Wir organisieren dann eine Corona-gerechte Objektübergabe.“    

Hintergrund

Für den Heimatverein Hattingen/Ruhr e.V. ist das Jahr 2021 ein ganz besonderes Jahr: Am 24. November 1921 wurde der „Verein für Heimatpflege im Kreise Hattingen e.V.“ gegründet. 100 Jahre Heimatverein – kann man das in diesen Zeiten feiern? Jein! Vereinsvorsitzender Lars Friedrich: „Große Zusammenkünfte werden auch in den kommenden Monaten nicht möglich sein und wir halten es auch nicht für angebracht, in der aktuellen Situation ein großes Bürgerfest zu planen.“ Das könne man als 100+1-Fest auch im kommenden Jahr zum nächsten anstehenden Jubiläum (90 Jahre Heimatmuseum) und dann unter besseren Bedingungen nachholen. „Dennoch möchten wir, dass der 100. Geburtstag des Vereins nicht sang- und klanglos an der Stadtbevölkerung vorbeigeht.“  

Friedrich: „Natürlich gibt es zu einem Geburtstag immer Geschenke. Aber zum 100. will der Heimatverein Hattingen/Ruhr lieber verschenken als beschenkt werden.“  Nachdem der Verein ab Januar mit dem CUBICLE des Künstlers Philipp Valenta an der Fassade des Bügeleisenhauses den Hattingerinnen und Hattinger Kunst im öffentlichen Raum schenkte, startete unter der Schirmherrschaft von Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach im Februar der dritter kreisweiter Schülerschreibwettbewerb. Im März wurde gemeinsam mit dem NABU ein nachhaltiges Öko-Projekt im Gewerbe- und Landschaftspark Henrichshütte realisiert. „Weitere Geschenkaktionen folgen!“

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