DIE VIERTE WELLE IST SCHON DA

Der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz von oben (Archivfoto: RuhrkanalNEWS)

Der Kommentar

In einer Pressemitteilung die uns heute erreichte, heißt es klar und deutlich „(…)dass das Corona-Virus die Leben von uns allen – geimpft oder ungeimpft – nach wie vor im Griff hat, will niemand“ und weiter im Text ist zu lesen: „Bei Inzidenzen, bei denen vor Jahresfrist an Veranstaltungen nicht zu denken war, ist es eine Frage verantwortlichen Handelns, das Konzert abzusagen.“ Die Rede ist vom Herbstkonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie im LWL Industriemuseum Henrichshütte.

Ich finde die Verantwortlichen haben es sich nicht leicht gemacht und ja, mit dieser Absage handeln sie verantwortungsbewusst. Respekt dafür, denn auch eine Absage ist für viele Planungssicherheit. Wieviele Organisatoren oder Veranstalter anderer Feste werden diesem Weg folgen?

Die Pandemie ist auch jetzt noch aktuell, ja sogar mehr denn je. Denn die Fallzahlen erreichen neue Höchstwerte und die Intensivstationen kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Es sieht nicht gut aus jetzt im Herbst und hin zur Wintersaison. Und dann kommt ja auch noch das Weihnachtsfest.

Weihnachten im Lockdown – ja oder nein?

Entscheidend ist, was wir jetzt tun, also ungefähr sechs Wochen vor Weihnachten. Denn die Grundlage für das Niveau des Infektionsgeschehens zu Weihnachten wird gerade gelegt. Nur wenn wir uns jetzt vor Augen führen, dass wir noch mitten in der Pandemie stecken und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen einhalten, können wir die Fallzahlen bremsen. Verzichten wir aber auf Corona-Maßnahmen, werden uns die hohen Corona-Zahlen meiner Ansicht nach noch eine Zeit lang weiter begleiten, leider auch weit über die Weihnachtstage hinweg.

Ok, keiner hat Lust Weihnachten im Lockdown zu verbringen. Und sind wir ehrlich, natürlich freut man sich wieder auf Glühwein und Co, den Budenzauber und die festliche Beleuchtung. Aber um welchen Preis?

Ich bin hin und hergerissen ob man den Weihnachtsmarkt in Hattingen nun absagen oder zumindest verschärfte Maßnahmen erarbeiten sollte, um so eine Großveranstaltung in diesen Zeiten gefahrlos durchführen zu können. Mehr 3-G Kontrollen als bisher geschehen, hartes durchgreifen und abkassieren bei Verstößen. Auch sollten vollständig Geimpfte von drohenden Einschränkungen nicht betroffen sein – höchstens im Rahmen einer 2G+ Regelung, indem sie sich kurz vor einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt zusätzlich testen müssen. Bei Ungeimpften habe ich kein Verständnis mehr. Jeder, der sich den Schutz durch die Impfung nicht zunutze macht, muss sich verstärkten Maßnahmen unterziehen, die zur Eindämmung der Virusausbreitung angesichts der vierten Welle notwendig werden.

In einem Interview aus dem Oktober von Hattingen Marketing ist zu hören: „…wir hoffen auf die Vernunft der Besucher alle Coronaschutzmaßnahmen und Regeln einzuhalten.“ Ich glaube schon das Besucher des Weihnachtsmarktes vernünftig sind, zumindest vor dem ersten Glühwein. Und dann?

Während ich diesen Beitrag verfasse kommt die nächste Pressemeldung dass die Coronazahlen völlig aus dem Ruder laufen. Wie war es noch gleich? Es ist es eine Frage des verantwortlichen Handelns, das wir alle gesund bleiben.

Claus Juergen Barteczko, RuhrkanalNEWS

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