SOMMER UND STRAND AN DER FÖRDERSCHULE

Die Förderschule für geistige Entwicklung in Sprockhövel-Hiddinghausen (Foto: Strohdiek)

Sprockhövel/Witten- 45 Kinder und Jugendliche der Schule Hiddinghausen (Sprockhövel) und der Kämpenschule (Witten) haben an einem Ferienprogramm teilgenommen, das der Ennepe-Ruhr-Kreis als Schulträger mithilfe von Fördergeldern des Landes auf die Beine gestellt hat. Zwei Wochen lang wurden die Schüler nicht nur betreut, sondern auch gefördert.

„Für alle Schüler der Klassen 1 bis 10 aus beiden Städten haben wir in Hiddinghausen ein volles Programm zum Thema Sommer und Strand aufgestellt. Neben basteln im Werk- und Kunstraum, turnen im Rhythmikraum und entspannen im Snoezelenraum haben wir auch Ausflüge in den Wald und einen Sportparcours angeboten“, sagt Schulsozialarbeiterin Claudia Apel, die die Ferienbetreuung gemeinsam mit ihrer Kollegin Jacqueline Lauf und Ayleen Gugel von der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen organisiert hat. Die Koordination hat das Regionale Bildungsbüro übernommen.

Bei den Teilnehmern besonders beliebt: Das Märchenmobil, welches das Caritas Suchthilfezentrum Schwelm den Förderschülern in der zweiten Ferienwoche zur Verfügung stellte.

Jede der fünf Gruppen hat sich im ausgebauten Anhänger jeweils einen Tag lang mit der Geschichte von Hänsel und Gretel beschäftigt. Nach dem gemeinsamen Lesen galt es, das Märchen mit Hilfe der sogenannten „Mehrsinnkiste“ nachzuerzählen. In dieser befinden sich Stoffpuppen von Hänsel, Gretel und der bösen Hexe sowie die weißen Kieselsteine, mit denen die Geschwister in der Geschichte eine Spur legen. Mit diesen Gegenständen konnten die Kinder und Jugendlichen das Gelesene buchstäblich erfassen.

Zudem verkleideten sich die Schüler und schlüpften selbst in die Rollen der Märchenfiguren. Im Rollenspiel wurden die Teilnehmer dazu animiert, sich schwierigen Situationen zu stellen und Lösungsansätze zu entwickeln. Die Idee dahinter: Wenn die Heranwachsenden lernen, sich Herausforderungen aktiv zu stellen, suchen sie bei Problemen nach Lösungen anstatt zu Suchtmitteln zu greifen.

Ein übergeordnetes Ziel des Betreuungsangebotes war es, coronabedingte Benachteiligungen auszugleichen. In den Herbstferien 2020 hatten die beiden Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung bereits an einem ähnlichen Ferienprogramm teilgenommen. Damals beschäftigten sich 31 Schüler eine Woche lang mit dem Thema Herbst und Waldtiere.

Die Projektpartner und Förderer

Inklusionsassistenten beider Schulen haben die Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen, der Lebenshilfe Witten und Lehramtsanwärtern gefördert. Um das Ferienprogramm an den kreiseigenen Schulen anbieten zu können, hat der Ennepe-Ruhr-Kreis eine anteilige Förderung über das Landesprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ beantragt und bewilligt bekommen.

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