LANDRÄTE STELLEN CORONA-FORDERUNGEN AN LANDESREGIERUNG

Olaf Schade (SPD), Landrat im Ennepe-Ruhr-Kreis (Foto: RuhrkanalNEWS)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Landrat Olaf Schade (SPD) hat zusammen mit seiner Kollegin und seinen fünf Kollegen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg einen offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf den Weg gebracht.

Anlass für das Schreiben sind die wieder steigenden Inzidenzzahlen. Sie machen es aus Sicht der Unterzeichner dringend notwendig, zeitnah zu handeln. Ziel müsse es sein, erneute Einschränkungen, die insbesondere den Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie betreffen, zu vermeiden. Auch in den Schulen und Kindergärten sollten Unterricht und Betreuung vor Ort stattfinden können.

Um dies erreichen zu können, sehen es die Landräte unter anderem als geboten an, Initiativen gegen die gesunkene Impfbereitschaft zu starten, Reiserückkehrer entschiedener in den Blick zu nehmen und die Altersgruppe der 12- bis 15-jährigen zu impfen. Auch die zu beobachtende Sorglosigkeit aufgrund der aktuell vergleichsweise niedrigen Inzidenzwerte beunruhigt die Landräte.

„Nach wie vor kommt es auf jeden Beitrag an, der geeignet ist, die Infektionszahlen unten zu halten“, betont Schade. „Dazu zählt bis auf weiteres auch das, was sich hinter der AHA +L Regel verbirgt. Also Abstand halten, Handhygiene einhalten und im Alltag Maske tragen sowie Lüften und Treffen mit Freunden im Außenbereich.“

An die Adresse der Minister richten die Landräte zudem die Forderungen, die Vorgaben an die Gesundheitsämter zur Rückverfolgung zu überdenken beziehungsweise anzupassen und die 7-Tages-Inzidenz nicht mehr als einziges Kriterium heranzuziehen, um die Pandemiesituation zu beurteilen. (Das Schreiben in voller Länge kann bei RuhrkanalNEWS heruntergeladen werden)

„Hier sollten zukünftig auch Aspekte wie die Belegung der Krankenhäuser und hier insbesondere der Intensivstationen, die steigende Grundimmunisierung der Bevölkerung und der damit verbundene Rückgang von schweren Verläufen sowie die daraus resultierende geringere Belastung des Gesundheitssystems berücksichtig werden“, so Schade.

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