MASSIVE UMSATZRÜCKGÄNGE BEI TOURISMUS- UND GASTSTÄTTENBETRIEBEN

Der Altstadtkern vom Bismarckturm gesehen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Nordrhein-Westfalen- Die durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie-bedingten Rückgänge im Tourismus sind im Juli 2020 weiter abgeflacht: Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Zahl der Übernachtungen mit rund 3,2 Millionen um 35,3 Prozent niedriger als im Juli 2019. Im Monat zuvor hatte das Minus noch bei 55,5 Prozent gelegen. Die Gästezahl lag im Juli 2020 mit rund 1,2 Millionen um 44,4 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Seit dem Lockdown im März 2020 verzeichneten Campingplätze sowie Ferienhäuser, -wohnungen und -zentren im Juli 2020 erstmalig wieder einen Anstieg der Gästeankünfte und -übernachtungen gegenüber dem Vorjahr. Auf Campingplätzen verbrachten 137 608 Gäste (+4,2 Prozent) insgesamt 416 763 Nächte (+13,3 Prozent). In Ferienhäusern und -zentren buchten 56 105 Gäste eine Unterkunft (+6,7 Prozent) für insgesamt 308 131 Nächte (+8,5 Prozent).

Von Januar bis Juli 2020 besuchten rund 6,6 Millionen Gäste die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in Nordrhein-Westfalen. Das waren 52,1 Prozent weniger Besucher als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen war mit rund 16,64 Millionen um 44,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Alle Angaben beziehen sich auf geöffnete Beherbergungsbetriebe, die im Berichtszeitraum mindestens zehn Gästebetten bzw. Stellplätze angeboten haben.

Auch Gaststätten stark betroffen

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe waren im Juli 2020 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 32,4 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Umsätze nominal um 28,0 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2020 war hingegen eine Umsatzsteigerung um 18,5 Prozent festzustellen. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe sank um 14,3 Prozent gegenüber Juli 2019.

In der Beherbergung sank der Umsatz real um 48,1 Prozent; nominal waren die Umsätze um 46,3 Prozent niedriger als im Juli 2019. Gegenüber dem Vormonat war jedoch ein Umsatzplus von +30,5 Prozent zu verzeichnen. Die Gastronomieunternehmen erzielten real um 26,7 Prozent niedrigere Umsätze als ein Jahr zuvor; nominal sanken die Umsätze um 21,5 Prozent. Auch hier konnte, verglichen mit dem Vormonat, ein Umsatzplus (+16,0 Prozent) verbucht werden.

Das von der Pandemie besonders betroffene Hotelgewerbe verzeichnete gegenüber dem Vorjahresmonat eine reale Umsatzeinbuße von 50,9 Prozent; im Vergleich zum Juni war eine Steigerung von 27,8 Prozent zu verzeichnen. Auch die ausschankgeprägte Gastronomie verzeichnet weiterhin Umsatzeinbußen (−43,0 Prozent); verglichen mit Juni war auch hier eine positive Entwicklung zu erkennen (+14,3 Prozent).

Für die ersten sieben Monate des Jahres 2020 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von 36,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal sanken die Umsätze um 34,5 Prozent.

Hattingen ebenfalls betroffen

In Hattingen waren die Fremdenbetten im Juli 2020 zu durchschnittlich 39,9 Prozent belegt, ein Jahr vorher betrug die durchschnittliche Belegungsquote 50,0 Prozent. Ein Betrieb hatte geschlossen, deshalb sank die Zahl der angebotenen Betten von 1192 im Juli 2019 auf 1123 im Juli 2020. Die Zahl der angebotenen Campingstellplätze blieb gleich, sie beträgt 129. Im Jahr 2019 gab es allerdings insgesamt noch 154 Stellplätze, von denen aber 25 nicht angeboten wurden. Diese werden in diesem Jahr gar nicht mehr aufgeführt. Im Vergleich zu den anderen Städten kommt Hattingen gut weg, die Auslastung ist immer etwas höher gewesen und der Rückgang in 2020 ist weniger stark ausgefallen als im restlichen Kreis.

In Sprockhövel sank die durchschnittliche Auslastung der Betten von 49,9 Prozent im Jahr 2019 auf 25,5 Prozent. Die Zahl der angebotenen Betten blieb mit 346 in sieben Betrieben gleich, ebenso wie die Zahl der Angebotenen Campingstellplätze, ihre Zahl beträgt zehn.

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