HOTELS UND GASTSTÄTTEN ÜBERLEBEN NUR MIT KREATIVEN IDEEN

Lars Martin, DEHOGA Westfalen e.V. (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen/Ennepe-Ruhr-Kreis- Lars Martin ist zufrieden. Die Landesregierung hat den Gastronomen und Hoteliers eine gewissen Planungssicherheit gegeben. Aber er macht auch keinen Hehl daraus, dass er sich im Sinne der Restaurant- , Kneipen- und Hotelbesitzer eine andere Entscheidung gewünscht hätte. „Aber es muss klar sein, dass uns Corona keine andere Wahl lässt“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Westfalen. „Bis wir wieder zu soetwas wie Normalität zurückkehren, wird es noch sehr lange dauern.“ Und bis dahin müssten die Mitglieder seines Verbandes sehen, dass sie über die Runden kommen. Die Hilfe vom Staat, 75% des Umsatzes des Vorjahres sei eine Hilfe, die es in keinem anderen Staat in dieser Form und diesem Umfang gebe.

„Aber wir würden unser Geld natürlich lieber selbst verdienen, als es uns so auszahlen zu lassen“, so Martin und erinnert in diesem Zusammenhang an die unzähligen 450 Euro Kräfte der Branche, die komplett durch Raster der Förderungen fallen. Auch die Möglichkeit des Außer-Haus-Verkaufs können in der Gastronomie nicht alle Betriebe nutzen. Das typische Ausflugslokal draußen vor der Stadt im Grünen hat eben keine Laufkundschaft, die vorbeikommt und sich was abholt. Trotzdem ist sich Lars Martin sicher damit, dass die meisten Betriebe die aktuelle Krise dank ihrer oft neuen Geschäftsideen überleben werden. Oft auch dank der Unterstützung ihrer heimischen Kommunen. Er beschreibt die Hilfe einer Stadt im Sauerland, die einen „Kulinarischen Pass“ ins Leben gerufen habe. Jeder Kauf oberhalb eines Mindestbestellwerts bei einem heimischen Betrieb wird mit einem Stempel im Pass dokumentiert. Ist der Pass voll, bekommt der Besitzer von der Stadt eine Rückvergütung von 25€. Eine kreative Idee, die den Betrieben in der eigenen Stadt hilft.

Lars Martin, DEHOGA Westfalen e.V., im RuhrkanalNEWS-Interview
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