HATTINGER MIT PROJEKT BEI RUHRTRIENALE VERTRETEN

Thomas Griesohn-Pflieger, in der Ökozelle in Holthausen (Foto: Walter Fischer)

Hattingen- Bei einem Projekt der Ruhrtriennale 2021 ist auch ein Hattinger Vogelkundler dabei. In der Programmsparte „Wege“ tritt Thomas Griesohn-Pflieger aus Hattingen als Vogelexperte neben anderen in dem Projekt „Naturbüro 1–7“ des Künstlerpaares „loekenfranke“ auf.

An sieben Stationen auf einem Rad-Weg von Gelsenkirchen nach Essen (Zollverein) werden hier Stimmungen, Erklärendes und Philosophisches zur Natur, hier Vögel, zum Hören angeboten. Dabei erweitert sich die Perspektive an dem jeweiligen Ort durch die Blickweise der vor Ort Erzählenden. Welches Verständnis von Natur strahlt der konkrete Ort und welcher Umgang mit Natur wird dadurch programmiert?
Per QR-Code werden die Hörstücke über das Smartphone abgespielt. Die Klangdateien lassen sich auch herunterladen und speichern. Zu den Haltepunkten zählen sehr unterschiedliche Orte mit einer jeweils spezifischen Ausstrahlung und Geschichte, das reicht von einem Spechtbaum über Sitzgelegenheiten im Park, eine Kleingartensiedlung oder eine Taubenzucht-Anlage bis hin zu Klassikern wie eine Zechen-Siedlung. Der Weg zwischen Gelsenkirchen und nach Essen zeigt anschaulich die für den „Ruhrpott“ typische Verzahnung von Natur, Arbeit und Siedlung auf.

Im Programmheft der international beachteten Ruhrtriennale heißt es dazu. „Die weiträumig verteilten Zechen und Fabrikationsstandorte sind überhaupt nur mit ihren Zuwegen und Verbindungen denkbar. Im Raum »dazwischen« kann die Unterschiedlichkeit des Ruhrgebiets, drastisch und schön, liebevoll durchstreift werden.“

Thomas Griesohn-Pflieger: „Die Zusammenarbeit mit den beiden Dokumentarfilmenden Michael Loeken und Ulrike Franke aus Witten hat soviel Freude gemacht, dass weitere Projekte geplant sind.“

Im Internet ist das Projekt auf der Homepage der Ruhrtrienale zu finden.

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