„EXPLOSION IM FREIBAD WETTER“

DRK Übung Freibad Wetter (Foto: DRK)

Für das DRK gab es am Samstag alle Hände voll zu tun. Bei einer Explosion im Freibad in Wetter wurden insgesamt 30 Besucher verletzt, mehrere von Ihnen schwer, darunter auch viele Kinder.

Einsatzübung ruft viele Helfer auf den Plan

Wetter- So oder so ähnlich hätte die Meldung im Realfall lauten können. „Alles nur eine Übung“, erzählt Marc Friedrich der als Pressesprecher vom DRK vor Ort ist. Zweimal im Jahr sind solche Übungen von der Bezirksregierung vorgeschrieben. Als Lagebild wurde eine Gasexplosion im Imbiss des Freibades angenommen. Laut Übungsdrehbuch hatte der Trägerverein der Einrichtung alle Mitglieder zum Saisonabschluss nach einem sehr warmen Sommer eingeladen. Rüdiger Kramps, Leiter der Fürhungsgruppe Gefahrenabwehr des DRK: \\\\“Als wir vom DRK auf die Trägergemeinschaft des Freibades zugekommen sind, wurde uns ohne zu zögern die Bereitschaft signalisiert, dort auch üben zu dürfen.\\\\“

„8x rot, 14x gelb, 8x grün und 20 Betroffene“ ertönt es aus dem Funkgerät des Einsatzleiters. „Diese Meldungen beschreiben den Zustand der verletzten Patienten, rot bedeutet Lebensgefahr, gelb ist mittelschwer verletzt und grün leicht verletzt. Betroffen sind alle Personen die unmittelbar am Geschehen beteiligt waren, jedoch nicht verletzt wurden“, erklärt Friedrich. „Dennoch müssen natürlich auch diese Personen psychisch betreut werden“, so der Pressesprecher weiter. Jetzt müssen Zelte für die Erstversorgung der Verletzten aufgebaut werden, die DLRG Station wird kurzerhand zur Betreuungsstelle umfunktioniert. Alle Verletzten und Betroffenen werden mit speziellen Karten registriert: \\\\“Niemand, egal ob verletzt oder nur betroffen darf die Einsatzstelle einfach so verlassen\\\\“ erklärt Friedrich.

Zwischendurch rollen immer wieder Rettungs- und Krankenwagen an um die verletzten in Krankenhäuser zu transportieren. „Solche Transporte können jedoch nicht einfach in irgendein Krankenhaus stattfinden, hier bedarf es einer eigenen Organisation“, erklärt Rüdiger Kramps. „Krankenhäuser müssen vorab informiert werden, ständig werden Kapazitäten aller umliegenden Krankenhäuser durch speziell ausgebildetes Personal erfragt und dann wird entschieden welches Krankenhaus für welchen Patienten geeignet ist“ so Kramps weiter.

Plötzlich hallt es erneut über Funk: „es werden zwei betroffene, nicht verletzte Personen vermisst, wir benötigen die Rettungshunde zum Absuchen des Gelände“. „Genau für solche Meldungen sind wir ausgebildet“ erklärt Hatiet Walle, stv. Staffelleiterin der Rettungshundestaffel des DRK Sprockhövel. Rettungshundeteams bestehen immer aus einem Hund und seinem „menschlichen Vorgesetzten“, dem Teamführer. „Wir verfügen über sogenannte mantrailer, also Hunde die eine menschliche Geruchsspur verfolgen können sowie über Flächensuchhunde“ so die stv. Leiterin

Am Ende konnten alle verletzten Personen gerettet und in geeignete Krankenhäuser transportiert werden. Den betroffenen aber unverletzten Besuchern, konnte der nötige Beistand gewährt werden. Dominik Wiesner von der Übungsleitung „Wir sind sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf, es gibt sicher ein paar Dinge an denen wir arbeiten müssen, aber mindestens genauso viele Sachen die wirklich hervorragend funktioniert haben“. Gegen 17:00 Uhr erklärt die Übungsleitung den Einsatz für beendet. „Übung macht ja bekanntlich den Meister aber eben auch hungrig!“ scherzt der Pressesprecher. Die Mitglieder der verschiedenen DRK- Ortsvereine treffen sich nach der Übung noch zum gemütlichen Beisammensein und lassen so den Tag noch einmal in revue passieren.

Bedanken möchte sich das DRK vor allem bei der Trägergemeinschaft Freibad Wetter, der DLRG Wetter für die realistische Darstellung der Verletzten, der Jugendfeuerwehr Wetter und dem Jugendrotkreuz Ennepetal die ebenfalls Verletze Personen gespielt haben. „Hier sieht man wieder einmal wie gut die verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten“ freut sich der Rotkreuzbeauftragte des Kreisverbandes Stefan Rose. Das DRK war mit 43 Einsatzkräften vor Ort.

Infobox Einsatzeinheit

Eine Einsatzeinheit besteht aus insgesamt 33 ehrenamtlichen Einsatzkräften. Eine solche Einheit wird in der Regel bei Großschadenslagen alarmiert, immer dann wenn die Kräfte der regulären Gefahrenabwehr nicht mehr ausreichen. Die Mitglieder und Mitgliederinnen sind Betreuungshelfer, Sanitätshelfer bis hin zum Notfallsanitäter, Notärzte und Fachkräfte zur psychischen Betreuung. Auch eine Verpflegungseinheit ist Teil des gesamten da eine Einsatzeinheit für einen längeren Zeitraum autark arbeiten können muss, d.h. ohne die weitere Versorgung von außerhalb.

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