BEI FRAU HOLLE WAR DIE HÖLLE LOS

Gewohntes Bild wenn Frau Holle kommt. Der Untermarkt platzt aus allen Nähten. (Foto: Pielorz)

Hattingen- Es passte alles: Am 1. Dezember, zugleich der 1. Advent, zog bei traumhaftem Wetter Frau Holle mit ihren Engeln und der Eisprinzesssin in einer weißen Kutsche über die Heggerstraße bis zum Alten Rathaus und öffnete dort das erste Fenster. Und das tat sie vor einer gigantischen Menschenmenge auf dem Untermarkt.

Frau Holle alias Ursula Keuth, freut sich auf die Adventszeit. (Foto: Dr. Anja Pielorz)

Schon Stunden vorher gab es in Hattingen kaum noch Parkmöglichkeiten. Vor der Einfahrt in die Parkhäuser bildeten sich lange Schlangen und derjenige, der sich auskannte, hatte einfach Glück, wenn er irgendwo freie Möglichkeiten erahnte. Auch Busse waren gekommen und wer die Kennzeichen verfolgte, der wusste: Der Hattinger Weihnachtsmarkt ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Und am heutigen 1. Dezember sowieso – denn das ist der Tag, an dem Frau Holle in das Alte Rathaus einzieht und Schnee (biologisch abbaubar!!! Aus Maisstärke!!!) und Goldtaler schneien lässt. Und nicht nur das: Ihr zur Seite stehen zwei Engel und in diesem Jahr erstmalig die Hattinger Eisprinzessin. Damit das Ganze auch standesgemäß abläuft, sitzen alle vier in einer weißen offenen Kutsche und lassen sich von der Moltkestraße über die Heggerstraße bis zum Alten Rathaus fahren. Begleitet werden sie dabei nicht nur von der Security, sondern auch von vielen Kindern und Erwachsenen von aus dem Hattinger Tanzstudio „Let’s dance“. Viele von ihnen haben sich wie immer in weihnachtliche Kostüme gewandet – Geschenke, Nikoläuse, Rentiere. Eine Band vorweg gibt es auch, die beschwingte weihnachtliche Lieder spielt. So geht es gut gelaunt die Heggerstraße herunter, die Kinder in den bunten Kostümen verschenken an die zahlreichen Besucher am Straßenrand Süßigkeiten. 

Unterwegs wird noch ein Stopp gemacht, damit die Kinder auch ordentlich singen können, bevor es dann zum Alten Rathaus geht. Und bevor Frau Holle das erste Fenster öffnet und ihre weihnachtlichen Geschichten und Lieder zum Besten gibt, müssen natürlich noch Vorbereitungen getroffen werden. Damit Frau Holle (Ursula Keuth) auch überall zu hören ist, muss der Ton stimmen und damit Frau Holle sicher ihr Federbett ausschütteln kann, wird sie selbstverständlich angeseilt. Fasziniert beobachten ihre Engel und die Eisprinzessin die Vorbereitungen. Auf dem Platz vor dem Alten Rathaus ist kein Durchkommen mehr. Dichtgedrängt stehen die Menschen vor der historischen Kulisse und rufen um 17 Uhr nach Frau Holle, die mit wenigen Minuten Verspätung dann endlich, endlich, das Fenster öffnet und damit die Weihnachtszeit endgültig eröffnet. Wer bis jetzt noch nicht in Stimmung gekommen ist, für den gibt es nun kein Halten mehr. Und als der Schnee fällt und die Goldtaler aus dem Kissen fallen – da weiß jeder: Weihnachten ist in Hattingen angekommen.

Bis zum 23. Dezember wird Frau Holle nun jeden Tag um 17 Uhr ein Fenster öffnen, ihre Geschichten und Lieder zur Weihnachtszeit erzählen. Am 24. Dezember tut sie das auch, aber bereits um 11 Uhr. Denn auch Frau Holle muss sich dann sputen, damit Heiligabend alles bereit ist.

Fotostrecke Dr. Anja Pielorz:

Kommentar hinterlassen on "BEI FRAU HOLLE WAR DIE HÖLLE LOS"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Web Design BangladeshBangladesh Online Market