BÄNDCHENVERKAUF ANGEBLICH EIN „SCHLECHTER SCHERZ“ – ANDERER VORGANG UNTERSUCHT

Gefundene Weihnachtsmarktbändchen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Der von RuhrkanalNEWS berichtete illegale Bändchenverkauf, beziehungsweise der Versuch, ist nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung ein „schlechter Scherz“ gewesen und wird deshalb nicht , wie angekündigt, zur Anzeige gebracht. Das gibt Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) bei der Stadtverordnetenversammlung am 2. Dezember 2021 in der Gebläsehalle bekannt. „Mitarbeitende des Ordnungsamtes haben auf die scherzhafte Frage eines Weihnachtsmarktbesuchers nach dem Preis für die Bändchen mit „fünf Euro“ geantwortet“, so der Hattinger Verwaltungschef auf RuhrkanalNEWS-Nachfrage. „Alle haben gelacht und anschließend wurden selbstverständlich die Impfausweise kontrolliert und erst dann ein Bändchen am Handgelenk des Besuchers befestigt. Dabei ist kein Geld geflossen und es wurden natürlich auch keine weiteren Weihnachtsmarktbändchen verkauft.“ Alles sei völlig korrekt gelaufen und deshalb gebe es keinen Grund für weitere Schritte. Über die Herkunft von sieben weiteren, unbenutzten Bändchen, die auf dem Kirchplatz in der Gosse gefunden wurden, machte Dirk Glaser in der Stadtverordnetenversammlung keine Angaben.

In einer telefonischen Nachfrage möchte RuhrkanalNEWS heute (3. Dezember 2021) erfahren, warum der überprüfte Vorgang ganz offensichtlich ein ganz anderer ist, als der, der durch einen Altstadtbewohner geschildert wird. Der Bewohner hatte berichtet, dass ihm die Bändchen am Bunker von einem „gut gekleideten, älteren Herrn“ angeboten wurden. Gescherzt und überprüft wurde bei diesem Vorgang nicht und der Mann war demnach wohl auch kein Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder eines Sicherheitsdienstes. Dirk Glaser reagiert sofort darauf. RuhrkanalNEWS wird auf seinen Wunsch einen Kontakt zwischen dem Zeugen und dem Bürgermeister herstellen. „Das ist natürlich eine ganz andere Sache, wenn wir belastbare Schilderungen bekommen, werden wir selbstverständlich noch Anzeige erstatten“, so Glaser.

Bei den gefunden Bändchen auf dem Kirchplatz handelt es sich nach Angaben des Bürgermeisters offenbar um „versehentlich verlorene Bändchen eines Mitarbeiters“. Sie seien wahrscheinlich auf einer Jackentasche gerutscht. „Das ist bedauerlich und sollte selbstverständlich nicht passiert. Aber wir haben keine Hinweise darauf, dass in größerem Umfang nachlässig mit den Bändchen umgegangen wird.“

RuhrkanalNEWS berichtet weiter.

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