WEIT, WEIT, WEIT BLEIBT ES NACH LÜDENSCHEID

Gesperrte Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid (Foto: RuhrkanalNEWS)

Südwestfalen- Für Pendler Richtung Lüdenscheid ist es die Horrornachricht des Tages. Die Rahmedetalbrücke der Sauerlandlinie wird nie wieder genutzt werden können. Damit sind die Hoffnungen zunichtegemacht, dass die A45 in einigen Monaten wenigstens für Pkw wieder freigegeben werden kann. Die Schäden an dem Bauwerk sind so gravierend, sie können auch nicht provisorisch repariert werden. „Wir müssen sie ab sofort sperren, auch unsere Brückenprüffahrzeuge dürfen nicht mehr auf die Brücke“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek. Die Direktorin der Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen, ist die Überbringerin der schlechten Nachrichten.

Und die sind wirklich schlecht. Noch ist nicht geklärt, wann mit einem Neubau überhaupt begonnen werden kann. Die alte, marode Brücke muss schließlich erstmal abgerissen werden. Ist eine Sprenung möglich, geht es halbwegs schnell. Es kann aber auch sein, dass sie klassisch, Stück für Stück, zurückgebaut werden muss. Das dauert dann monatelang. Hinter den Kulissen versuchen Politiker und die Fachleute verschiedenster Behörden zu erreichen, dass das Planungsverfahren verkürzt werden kann. Würde die neue Brücke als Ersatzbneubau eingeschätzt, könnte sie in fünf Jahren fertig sein. Muss sie klassisch alle Planungsschritte für einen Neubau durchlaufen rechnen die Ingenieure der Autobahn GmbH mit acht bis zehn Jahren. Viel hängt auch davon ab, ob Anwohner oder Umweltverbände möglicherweise Klagen einreichen.

Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen, im Interview mit RuhrkanalNEWS

Und wenn es richtig schlecht läuft, verschärft sich die Situation an der Sauerlandlinie weiter. Denn es gibt mehrere Brücken, die genauso konstruiert wurden, wie die Rahmedetalbrücke. „Auch dort sind die Verkehrsbelastungen stark gestiegen. Dafür sind die Bauwerke nicht ausgelegt“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek. Das bedeutet, sie könnten genauso geschädigt sein und würden dann ebenfalls gesperrt. Denn eins ist auch klar, die Rahmedetalbrücke hätte auch spontan einstürzen können, mit vielen Toten und Verletzten. Schon allein deshalb werden die Brückenprüfungen entlang der A45 zur Zeit mit Hochdruck vorangetrieben.

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