ÜBERBUCHTER IMPFTERMIN: 28 SENIOREN ZUSÄTZLICH GESCHÜTZT

Kurzzeitig bildete sich eine Schlange vor dem Impfzentrum, die sich aber schnell wieder auflöste (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Es ist schon wieder passiert: Der 15-Uhr-Termin am Samstag im Impfzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises ist über das Buchungssystem der Kassenärztlichen Vereinigung um ein Vielfaches zu oft vergeben worden. Statt der geplanten 3 Bürger kamen 31 zur selben Uhrzeit nach Ennepetal. Dennoch ist es dem Team des Impfzentrums gelungen, alle Senioren vor Ort mit Impfstoff zu versorgen und lange Wartezeiten zu vermeiden.

„Wir haben befürchtet, dass sich das Problem wiederholt“, sagt Krisenstableiter Michael Schäfer mit Blick auf vergangenen Sonntag, als 60 Senioren zum Impfzentrum gekommen waren, die glaubten, einen Termin zu haben, aber nicht auf der Liste standen. Weil für sie kein Impfstoff vorhanden war, mussten sie zunächst unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt werden.  

„Da die für die Terminvergabe zuständige Kassenärztliche Vereinigung nicht ausschließen konnte, dass es weitere fehlerhafte Buchungen im System gibt, haben wir uns bestmöglich darauf vorbereitet. Ohne zu wissen, ob und wann so etwas wieder passieren würde“, sagt Schäfer.

Bürgern mit Impftermin ist es nun möglich, diesen im Vorfeld per Anruf beim Bürgertelefon des Kreises prüfen zu lassen. Den Mitarbeitern liegen Listen mit den tatsächlich gebuchten Terminen vor. Per Abgleich können sie Anrufer darüber informieren, ob diese einen echten Termin gebucht haben oder nicht. Das Bürgertelefon ist täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 02333/403 1449 erreichbar. (RuhrkanalNEWS berichtete)

In Absprache mit dem Land gelang es dem Kreis zudem im Laufe der zurückliegenden Woche, für solche Fälle eine geringe Impfstoffreserve aufzubauen. Markierungen wurden auf dem Boden vor dem Eingang zum Impfzentrum aufgebracht, damit Abstände eingehalten werden, falls sich eine Warteschlange bildet. Auch einen Ausweichparkplatz organisierte der Krisenstab, um bei ungeplant großem Andrang ein Verkehrschaos zu vermeiden.

Als am Samstag 28 unerwartete Besucher mit Begleitung zum Impfzentrum kamen, reichte der großzügige Parkplatz des ehemaligen ALDI-Marktes jedoch aus. Vor dem Eingang bildete sich zwar eine Warteschlange, sie löste sich aber schnell wieder auf.

„Durch die kurzfristige Inbetriebnahme zwei zusätzlicher Impfstraßen ist es dem Team vor Ort gelungen, alle Senioren, bei deren Terminbuchung etwas schiefgelaufen war, zügig mit den Impfdosen aus der Reserve zu impfen. Und zwar ohne den regulären Impfbetrieb dadurch in Verzug zu bringen“, lobt Schäfer den engagierten Einsatz aller Beteiligten von DRK, medizinischem Personal, dem Sicherheitsdienst und der Kreisverwaltung.

Nichtsdestotrotz sei es „mehr als ärgerlich“, dass die fehlerhafte Terminvergabe der Kassenärztlichen Vereinigung viele Senioren verunsichere und nun schon zum wiederholten Male zu unnötigen Belastungen vor Ort geführt habe.

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