SOZIALAUSSCHUSS – GUTE ARZTVERSORGUNG IN SPROCKHÖVEL

Die Sitzung des Sozialausschusses am 17.02.2022. (Foto: Höffken)

Sprockhövel – Bei der heutigen Sitzung (17. Februar 2022) des Ausschusses für Soziales, Gesundheitsförderung, Integration und Teilhabe bestimmten u.a. die Themen Gesundheitsversorgung in Sprockhövel und Unterbringung von Flüchtlingen die Punkte der öffentlichen Sitzung, die im Live-Stream von der RuhrkanalNews Schwesterfirma RuhrkanalMEDIA übertragen wurde.

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Interessierte können die Diskussionsbeiträge aus den Punkten der Tagesordnung, die im Live-Stream aufgezeichnet wurden, hier noch einmal nachverfolgen.

Ausreichend Hausärzte

Durch Vermittlung der CDU-Fraktion erläuterte ein Referent der Kassenärztlichen Vereinigung den Ausschussmitgliedern die Gesundheitsversorgung in Sprockhövel. Er zeigte eine erfreulich hohe Hausarztdichte für das Stadtgebiet von Sprockhövel auf. Ein Hausarzt versorgt hier rund 1.700 Einwohner mit einem statistischen Versorgungsgrad von 106,6 Prozent. Dabei, so die Ausführungen des Referenten, sind die Praxen in Sprockhövel nicht so stark ausgelastet wie im sonstigen Durchschnitt. Was die Hausärzte angeht, erscheint Sprockhövel auch unter Berücksichtigung der ärztlichen Altersstruktur gut und zukunftsweisend aufgestellt zu sein. Das gleiche gilt für die Facharztpraxen.

Diesbezüglich wurde ein Antrag der CDU-Fraktion angenommen, der die Verwaltung beauftragt, in einem drei-Jahres-Rhythmus zu prüfen, ob die medizinische Versorgung einschließlich Alters- und Praxisausübungsstruktur mit den realen Anforderungen auch zukünftig noch übereinstimmt.

Ratsherr Wolfram Junge (SPD) setzte sich dafür ein, den CDU-Antrag noch um die Punkte der pflegerischen Versorgung und der Erreichbarkeit von Notdienstapotheken für die Sprockhöveler:innen zu ergänzen.

Gesundheitsversorgung in Sprockhövel. (Text KVWL, Foto: Höffken)

Entfernung zu Notdienst-Apotheken

Wie der Pressesprecher der Apothekenkammer Westfalen-Lippe, Sebastian Sokolowski ruhrkanalNews auf Nachfrage mitteilte, beträgt die statistisch durchschnittliche Fahrtstrecke ab Ortsmittelpunkt zu Notdienst-Apotheken für Hattinger Bürger:innen 6 km, für Sprockhöveler:innen 9 km. Rechtlich ist eine Entfernung zu einer Notdienstapotheke von 15 km zumutbar.

Gab es Ende 2011 noch 16 Apothekenstandorte in Hattingen, bestehen heute dort nur noch 10. Die Apothekenstandorte in Sprockhövel reduzierten sich in diesem Zeitraum von 5 auf 4 Apotheken.

Unterbringung von 91 neuen Flüchtlingen – afghanische Ortskräfte

Neben den bereits in Sprockhövel untergebrachten 283 Flüchtlingen werden der Stadt weitere 91 Personen, überwiegend afghanische Ortskräfte, aus den Landesunterkünften zugewiesen, in welchem Zeitraum, steht noch nicht fest.

Parteiübergreifend sind sich alle einig, dass eine menschenwürdige Unterbringung unabdingbar ist. Während nur noch 30 freie Plätze in bisherigen städtischen Unterkünften durch Umorganisation verfügbar sind, gingen die Meinungen der Vertreter der Parteien über die dafür geeignete Beschaffung von Wohnraum auseinander. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Antrag des Bündnis90/Die Grünen angenommen, in dem die Verwaltung gebeten wird, ein Konzept zum Thema langfristige und nachhaltige Unterbringungsperspektiven von Geflüchteten zu erstellen.

Diesbezüglich wurde ein Antrag der Stadtverwaltung, nach Ausschöpfung aller geeigneten Möglichkeiten ggfs. auch einen Wohncontainer aufstellen zu lassen, vertagt.

Die CDU-Fraktion vertrat die Ansicht, dass erst versucht werden soll, geeignete freie Wohnungen auf dem privaten örtlichen Markt zu beschaffen. Die Chance dafür beurteilte sowohl die Verwaltung als auch die Vertreterin der Flüchtlingshilfe als unrealistisch, zumal bei der Wohnungsgröße und bei dem Mietpreis Obergrenzen einzuhalten sind.

Wolfram Junge (SPD) plädierte leidenschaftlich dafür, dass die Stadt selber Gebäude errichtet bzw. erwirbt, um dem seiner Meinung nach seit Jahren bestehendem chronischen Mangel nach bezahlbarem Wohnraum in Sprockhövel zu begegnen.

Bürgermeisterin Sabine Noll plädierte eindringlich an alle Bürger:innen Sprockhövels, freien Wohnraum der Stadtverwaltung für die Unterbringung der der Stadt zugewiesenen Flüchtlinge/Ortskräfte doch zu melden.

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