BOMBENVERDACHT – SUCHE ERGAB KEINE BOMBE

Der "verdächtige" Bereich ist mit einem Sichtschutz umgeben, der Bagger hat damit begonnen, das Erdreich oberhalb des verdächtigen Gegenstandes auszuheben. (Foto: Tews/Höffken)

Hattingen – Am heutigen Morgen (25. Mai 2022) rückte kurz vor acht Uhr die von der Bezirksregierung in Arnsberg beauftragte Spezialfirma an der Wenigerodestraße in Hattingen an. Nach Weisung des Kampfmittelräumdienstes wurde dann gegen neun Uhr damit begonnen, den Bodenbereich in einem vorher durch Sichtschutz verkleideten Bereich „vorsichtig“ mittels Bagger auszuheben. Bei den beiden Stellen, die untersucht wurden, ergaben sich dann um 11:30 Uhr keinerlei Hinweise auf eine Bombe. An einer Stelle wurde ein „Zielmarkierer“ ausgegraben. Der Einsatz wurde um 12 Uhr beendet.

An dieser Stelle, an der Wohngebäude errichtet werden sollen, war durch die Auswertung von Luftbildern der Verdacht entstanden, dass sich im Erdreich Rückstände von Kampfmitteln befinden könnten. „Es gab drei Blindgängerverdachtspunkte und die untersuchen wir jetzt“, erklärte Marvon Schröder von der Bezirksregierung ruhrkanalNEWS vor Ort auf Nachfrage.

Vorbereitungen zur Kampfmittelsuche, die Mitarbeiter der Firma Röhll bringen den Bagger in Position (Foto: Höffken)

„Ich bin gespannt, wie das läuft“ sagte Anwohnerin Jule (26) und ergänzte, „ich habe keinerlei Nachricht vom Hauseigentümer Vonovia oder von der Stadt Hattingen über die heutige Aktion erhalten und habe vorsorglich alle meine Wertgegenstände zu meiner Oma gebracht, als ich bei ruhrkanalNEWS von dem Bombenverdacht las. Ich werde dann, sofern evakuiert wird, zu meinem Freund nach Wuppertal fahren.“

Die verdächtigen Bereiche auf dieser Grünfläche wurden von der beauftragten Spezialfirma mit Bohrungen und einem Gradiometer genauer untersucht. Dabei geht die Bohrlochdetektion bis 7 m Tiefe in den Boden.

Verdächtige Stellen wurden vorher durch Bohrungen und Messungen identifiziert (Foto: Höffken)

Die Kosten der Untersuchung übernimmt die Bezirksregierung, den Aufwand für nachbereitende Arbeiten obliegt dem Grundstückseigentümer, der Vonovia.

Dann hob der Bagger vorsichtig den Boden aus, Zwischenmessungen ergänzten dann die Aktivität. Beim Aushub des letzten Stückes oberhalb eines möglichen Kampfmittels war dann Handarbeit angesagt.

Ein gesamter Bereitschaftszug vom DRK war für eine mögliche Evakuierung gerüstet und hatte auf dem Gelände der Feuerwache Position bezogen.

Gegen 12:00 Uhr erreichte ruhrkanalNEWS dann die Nachricht, dass im Boden bei beiden untersuchten Stellen keinerlei Kampfmittelrückstände gefunden wurden. An der ersten Verdachtsstelle fanden die Sprengstoff-Räumexperten dann im Boden einen „Zielmarkierer“, der optisch einem Blindgänger gleicht. An der zweiten Verdachtsstelle fand man anstelle einer Bombe ein Metallrohr. Der Einsatz wurde beendet, auch der DRK Bereitschaftszug konnte wieder einrücken.

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