Pfingstsonntag mit Pfeilgefühl: Darts im Holschentor

Dart-Turnier im Holschentor (Foto: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)
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Hattingen – Sonniger Pfingstsonntag 2026 am Holschentor. Die Spuren der Jubiläumsfeier sind noch zu sehen, draußen auf der Terrasse läuft der Bierstand bereits warm, die ersten Bratwürstchen liegen fertig auf dem Grill und warten auf hungrige Darterinnen und Darter. Wer an diesem Vormittag am Holschentor vorbeikommt, merkt schnell: Hier geht es nicht nur um Pfeile, Punkte und Präzision. Hier geht es um ein Turnier mit Vereinsleben, guter Laune und einem Zweck, der weit über den Sport hinausreicht.

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Vor dem Start sammelt sich alles draußen. Viele tragen Vereinskleidung, fast alle haben eine kleine Tasche unter dem Arm. Von außen sehen diese Taschen manchmal aus wie kleine Schmuckkästchen. Und irgendwie stimmt das sogar. Darin liegen die eigentlichen Schätze dieses Tages: Dartpfeile. Manche von der Stange, andere individuell zusammengestellt, mit eigenem Gewicht, eigenen Flights, eigenem Gefühl. Wer Darts spielt, weiß: Der Pfeil ist nicht einfach ein Pfeil.

Gegen 11.30 Uhr wird es dann ernst. Die Gespräche vor dem Holschentor werden leiser, die Terrasse leert sich, die Spielerinnen und Spieler verschwinden in die Räume, in denen die Boards aufgebaut sind. Das Turnier beginnt.

Kurz vor 12 Uhr sind dann die ersten Lautsprecherdurchsagen zu hören. Welche Spielerinnen und Spieler an welches Board müssen, wird klar angesagt. Auf einem großen Monitor ist zu sehen, wie der aktuelle Spielstand an den jeweiligen Boards ist. Ist eine Partie beendet, kommt direkt die nächste Durchsage aus den Lautsprechern. Dann wissen alle, wer sich wo einzufinden hat. Das wirkt nicht improvisiert, sondern richtig gut organisiert. Bei rund 80 Teilnehmenden und 16 Boards ist genau das entscheidend: Übersicht behalten, Spiele sauber durchziehen und trotzdem die entspannte Turnierstimmung nicht verlieren.

Das dritte Pfingstturnier, das im Holschentor ausgerichtet wird (Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)

Nach längerer Pause ist es inzwischen das dritte Pfingstturnier, das im Holschentor ausgerichtet wird. Rund 80 Teilnehmende waren in diesem Jahr dabei. Im vergangenen Jahr waren es noch etwa 150. Warum es diesmal weniger waren, kann niemand genau sagen. Aber wer schon einmal eine Veranstaltung geplant hat, weiß: Es gibt tausend Gründe. Und wer wirklich immer genau vorhersagen kann, warum Menschen kommen oder nicht kommen, sollte dringend Lotto spielen.

An der Stimmung lag es jedenfalls nicht. Die war an diesem Pfingstsonntag bestens. Wobei man sich ohnehin fragen darf, wie bei einem Dartturnier schlechte Stimmung entstehen soll. Irgendwie schließt sich das fast aus.

Damit das Turnier zügig laufen kann, wurden wieder 16 Boards aufgebaut. „Wenn du nur acht Boards aufstellst und dann kommen 150 Leute, spielen die wahrscheinlich die halbe Nacht“, hieß es aus dem Organisationsteam. Also lieber vorbereitet sein. Auch in diesem Jahr wurden mehrere Räume im Holschentor genutzt.

Der Aufwand dahinter ist beachtlich. Allein der Aufbau dauerte am Vortag rund sieben Stunden. Dazu kamen Einkäufe, Vorbereitung am Freitag und Samstag sowie die eigentliche Planung, die schon zu Jahresbeginn beginnt. Dann wird abgefragt, wer helfen kann, wer Zeit hat, wer mit anpackt. Denn ohne Ehrenamt läuft auch ein solches Turnier nicht.

Neben dem sportlichen Ehrgeiz gehört auch die Versorgung dazu. Draußen gab es Bierwagen und Grillstand, drinnen Kaffee und Kuchen. Und weil der Pfingstsonntag es mit der Sonne besonders gut meinte, hatte das Team vorsorglich auch Wassereis besorgt.

Sportlich geht es beim Turnier natürlich um Platzierungen, Punkte und Preise. Doch das Startgeld hat auch eine soziale Seite. Ein Teil wird für die ersten Plätze ausgeschüttet, die andere Hälfte geht als Spende an einen guten Zweck. In diesem Jahr wird die Elterninitiative für krebskranke Kinder in Essen unterstützt. Der Empfänger der Spende wechselt von Jahr zu Jahr.

So wurde das Holschentor an diesem Pfingstsonntag wieder zu einem Treffpunkt für Dartsport, Vereinsleben und Hilfsbereitschaft. Draußen Sommerwetter, Bratwurstduft und Gespräche. Drinnen Konzentration, Pfeile in der Luft und der typische Klang, wenn sie im Board einschlagen.

Ein Pfingstturnier eben. Mit guter Laune, viel Arbeit im Hintergrund und kleinen Taschen voller großer Schätze.

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