MINIKICKER MIT HERZ

Gerald Asamoah und die Kids vom DJK

Gelsenkirchen/Hattingen – Die Freude war riesig als die Einladung der Gerald Asamoah Stiftung die jungen Fußballer der DJK Märkisch Hattingen erreichte. Denn die Einladung, auf Schalke Gerald Asamoah zu treffen, war ein Dankeschön für eine Idee, die der Mannschaft Ende 2018 kam. „Damals wurden uns Trikots für unsere erste Saison geschenkt  und da die Kinder es den Profis gerne nachmachen, musste auf die Brust natürlich Werbung“, wissen die Trainer Marcus Sommerey und Christian Kieronski zu berichten. Marcus Sommerey, seit fünf Jahren Trainer bei der DJK Märkisch Hattingen und seit dem  vergangenen Jahr wieder Trainer der Minikicker kam schnell die Idee, für einen sozialen Zweck zu werben. Die Gerald Asamoah Stiftung war dabei von Anfang an im Fokus des Trainers und der der Mannschaft, denn schließlich befand sich Jahre zuvor ein Kind mit angeborenem, inzwischen erfolgreich operierten Herzfehler, in der Mannschaft des Trainers.

Den auf den Trikots zu findenden Slogan “Wir machen uns stark für…“  nehmen Stiftung sowie Kinder und Trainer ernst. Denn es geht um ein ernstes Thema. In Deutschland ist der plötzliche Herztod die häufigste Todesursache außerhalb des Krankenhauses. Jährlich erleiden ca. 120.000 Menschen plötzlich einen solchen Herzstillstand, viele davon auf dem Fußballplatz, obwohl sie zuvor keine spürbaren Symptome aufwiesen.

„Der plötzliche Herztod stellt die häufigste tödliche Manifestationsform einer Herzerkrankung dar. In Deutschland versterben an ihr 100.000 bis 200.000 Menschen pro Jahr.“ weiß die Geschäftsführerin der Stiftung, Jeanne von Walter. Und wenn es dazu kommt heißt es schnell und richtig zu handeln, denn im Notfall ist schnelle Hilfe überlebenswichtig:

Der Betroffene kann nur durch den sofortigen Einsatz eines Defibrillators und umgehende Wiederbelebungsmaßnahmen, wie zum Beispiel der Herzdruckmassage, gerettet werden. Die Bedienung des Defibrillators ist kinderleicht und man kann dabei nichts falsch machen, denn das Gerät erklärt einem Schritt für Schritt was genau zu tun ist. Parallel sollte ein weiterer Ersthelfer den Notruf wählen und Hilfe anfordern, damit keine wichtige Zeit verloren geht.

Zukünftig  planen die kleinen Kicker einige Aktionen um die Stiftung zu unterstützen und auf das Thema aufmerksam zu machen. Nicht nur, dass das Logo der Stiftung auf den Trikots der Kinder über zahlreiche Fußballplätze des Ruhrpotts wandert, nein, bei der nächsten Stadtmeisterschaft möchte man Spenden sammeln und darüber hinaus selber das Reanimieren lernen.

Die Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder wurde 2007 von Gerald Asamoah gegründet, der selbst einen angeborenen Herzfehler hat. Die Stiftung finanziert lebensrettende Herz-Operationen für herzkranke Kinder aus der ganzen Welt und dringend erforderliche medizinische Geräte für Herzstationen. Das Thema Reanimation liegt der Stiftung ebenfalls sehr am Herzen. Sie engagiert sich für eine flächendeckende Ausstattung von Vereinen, Schulen und weiteren städtischen Standorten mit Defibrillatoren und, gemeinsam mit dem „Nationalen Aktionsbündnis Wiederbelebung“, für Reanimations-Workshops und für eine bundesweite erhöhte Herzsicherheit.

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