MEHRGENERATIONENHAUS NIMMT AUSSCHUSS-HÜRDE

Die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Denkmalschutz. (Foto: Höffken)

Sprockhövel – Die Frauen und Männer des Ausschusses für Stadtentwicklung und Denkmalschutz stimmten in der heutigen (21. Februar 2022) Sitzung einstimmig für den CDU-Antrag, die Realisierung eines Mehrgenerationenhauses (MGH) auf dem städtischen Grundstück des früheren Feuerwehrhauses zu verwirklichen und einem der beiden Bewerber den Zuschlag zu erteilen.

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Damit fand die heute von der Verwaltung dazu vorgelegte Vorlage keine Zustimmung bzw. kam gar nicht mehr zur Abstimmung. Ruhrkanal.NEWS berichtete bereits am 19. Februar 2022 über die Informationsveranstaltung des neuen Vereins „Sprockhöveler Wohnprojekt Spro:Wo“.

Im Grunde dreht es sich um die entscheidenden Fragen, ob das Grundstück des alten Feuerwehrhauses noch im Stadtkern von Niedersprockhövel oder mehr am Randbereich liegt und ob eine beabsichtigte Innenstadtplanung für Niedersprockhövel am Bürgerhaus beginnt oder am früheren Feuerwehrgerätehaus.

Ein mögliches Modell des neuen Mehrgenerationenhauses. (Plan: Stadt Sprockhövel, Foto: Höffken)

Um den zukünftigen Herausforderungen im Ortsteil Rechnung zu tragen, hat sich die Stadt sowohl um Bundes- als auch um Landesfördermittel beworben. Im Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wurde die Stadt Sprockhövel nach einer ersten Interessensbekundung für das weitere Auswahlverfahren zugelassen. Derzeit erarbeitet die Verwaltung den entsprechenden Förderantrag. Das Projektgebiet umfasst das Ortsteilzentrum des Sprockhöveler Ortsteiles Niedersprockhövel. Dort ergeben sich zum Beispiel durch den Neubau der Ortsumgehungsstraße L70n, der in den nächsten Jahren fertiggestellt wird, sowie den anstehenden barrierefreien Um- oder Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) neue Potenziale für die Gestaltung des historischen Ortskernes einschließlich des Straßenraumes, die Anlass zur aktiven Gestaltung des Wandels bieten.

Da es sich bei dem Grundstück des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses Niedersprockhövel um die einzige kommunale Liegenschaft innerhalb der zuvor genannten Gebietskulisse in bester Lage zum Ortszentrum handelt, beabsichtigte die Verwaltung, die Nutzungsmöglichkeiten des Grundstückes im Rahmen der Aufstellung einer Zukunftsstrategie mit untersuchen zu lassen.

Der Antrag der CDU-Fraktion sah dagegen vor, die im Rahmen der Konzeptausschreibung eingegangenen Bewerbungen und die von der Verwaltung dazu vorgelegte Auswertung zur Kenntnis zu nehmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der wohnungspolitischen Zielsetzungen des Handlungskonzepts „Wohnen“, sollte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Denkmalschutz dem Betriebsausschuss der ZGS und dem Rat empfehlen, dem Bewerber „A“ den Zuschlag für den Grundstückserwerb und die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses gemäß der vorliegenden Bewerbung zu erteilen und nicht auf das Planungsergebnis der innerstädtischen Zukunftsstrategie zu warten. Dieses wurde parteiübergreifend dann einstimmig angenommen.

Die Vorlage der Verwaltung an den Ausschuss, die Ausschreibung zur Veräußerung des Grundstückes des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses wegen der gesamtstädtischen Innenstadtplanung vorerst ruhen zu lassen, kam dann gar nicht mehr zur Abstimmung.

Das Projekt MGH geht jetzt noch in den Ausschuss für Senioren und Demografie, in den Betriebsausschuss, dann final in die nächste Ratssitzung. Die Redebeiträge aus der heutigen (21. Februar 2022) Ausschuss-Sitzung können im Live-Stream hier nachverfolgt werden.

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