GRÜNE KRITISIEREN FORM DES STRASSENAUSBAUS

Grüne Hattingen (Screenshot: RuhrkanalNEWS)

Sprockhövel- Seit einiger Zeit arbeitet die Landesbehörde Straßen NRW an der Bochumer Straße (L551). Die Sanierung der Landesstraße nach Witten und Bochum, bei der die sogenannte Straßendecke erneuert wird, geschieht in einzelnen Bauabschnitten. Die Sprockhöveler Grünen üben nun Kritik an dem Vorhaben in einem Brief an die zuständige Verkehrsministerin Brandes (CDU).

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„Die L551 ist für Sprockhövel eine sehr wichtige Radverkehrsverbindung zum Naherholungsgebiet Kemnader Stausee und auch eine Radhauptverbindung für Alltagsradwege. Die aktuellen Planungen und auch Durchführungen werden ohne Berücksichtigung der aktuellen Standards […] umgesetzt.“, heißt es aus dem Schreiben. Man sei sich zwar bewusst, dass die aktuelle Maßnahme keine Neuplanung der Straße, sondern nur eine Erneuerung sei, habe aber trotzdem kein Verständnis dafür, dass selbst das Minimum der Möglichkeiten wie ein Radverkehrsschutzstreifen, der kaum bauliche Aufwände bedeuten würde, nicht in Betracht gezogen werde.

Mit der Kritik sind die Grünen nicht allein: Auch die Sprockhöveler Bürgerschaft beschwert sich über die fehlenden Angebote für Radfahrer an der Bochumer Straße. Ein Facebook-User aus Sprockhövel schrieb beispielsweise sarkasisch: „Ich finde es total klasse, dass man -zeitgemäß und verkehrswendengerecht- bei der Neuasphaltierung der Bochumer Straße so unglaublich an die Radfahrenden gedacht hat. Wirklich,toootal klasse!“.

„Besonders ärgerlich ist das, weil die Möglichkeit ja da wäre. Seit Jahren gibt es schon Schutzstreifen an der L551, sie beginnen allerdings erst auf Wittener Stadtgebiet. Warum das in Sprockhövel nicht möglich sein soll und dadurch die Fahrradfahrer weiter den mit hoher Geschwindigkeit fahrenden Autos ausgesetzt sein werden, kann uns keiner sinnvoll erklären. Eine Stärkung des Radverkehrs, mit der die CDU NRW so lautstark auf ihrer Website wirbt, sieht anders aus!“, meint der Fraktionsvorsitzende Thomas Schmitz. Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschuss, Alexander Karsten (Grüne), hat aber noch Hoffnung, dass sich eine Lösung findet: „Wir wollen aber nach vorne schauen: Vielleicht kann ja noch etwas gemacht werden, daher haben wir auch den Versuch gestartet, um vor Bauende noch ein Umdenken bei der Ministerin und damit bei der ausführenden Behörde Straßen NRW zu erreichen.“. Eine Antwort der Ministerin auf das Schreiben liegt bisher nicht vor.

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