Friedensnobelpreisträgerin im Gespräch

Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa (Foto: Promofoto privat)

Hattingen – Die Mitbegründerin der international renommierten Menschenrechtsorganisation Memorial und Friedensnobelpreisträgerin von 2022, Irina Scherbakowa, kommt nach Hattingen. Im Stadtmuseum wird sie am 29. Mai 2026 in einer gemeinsamen Veranstaltung von „Ein KICK für Hattingen“, der VHS und deren Fördervereins aus ihrem aktuellen Buch lesen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

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Scherbakowa, eine der bedeutendsten Stimmen der russischen Opposition, schildert darin eindrücklich den gesellschaftlichen Umbruch in Russland zu Beginn der 1990er Jahre. Sie beschreibt eine Zeit des politischen Aufbruchs, der neu gewonnenen Freiheit und die Herausforderungen, mit denen die Menschen im Alltag konfrontiert waren. Ihr Blick verbindet persönliche Erfahrungen mit einer umfassenden Analyse der jüngeren russischen Geschichte.

Bereits seit den frühen 1980er Jahren setzt sich Scherbakowa mit der Aufarbeitung der sowjetischen Vergangenheit auseinander. Sie führte zahlreiche Gespräche mit Überlebenden des GULAG-Systems und prägte als Leiterin der Bildungsarbeit von Memorial seit dessen Gründung 1989 die Erinnerungskultur maßgeblich mit. Heute ist sie Vorstandsvorsitzende der Exilorganisation Zukunft Memorial mit Sitz in Berlin sowie Mitglied im Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald. Für ihr Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz.

Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verließ Scherbakowa am 7. März 2022 Russland. Seit Juli 2022 lebt sie in Deutschland und setzt ihre Arbeit für Menschenrechte im Exil fort. „Wir haben immer wieder gesagt, wohin die Reise in Russland geht – auch wenn ich mir sicherlich diese Katastrophe nicht vorgestellt habe“, so Scherbakowa.

Im Rahmen der Veranstaltung wird sie nicht nur ihr Buch vorstellen, sondern auch über die Entwicklung Russlands, den Umgang des Staates mit seinen Bürgerinnen und Bürgern sowie über aktuelle Perspektiven der Zivilgesellschaft sprechen. Die Veranstaltung bietet damit zugleich eine siebzigjährige Zeitreise durch die russische, insbesondere die Moskauer Geschichte.

Termin

Die Veranstaltung findet am Freitag, 29. Mai 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr im Stadtmuseum Hattingen, Marktplatz 1–3, statt. Einlass ist ab 18:30 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch aufgrund begrenzter Plätze erforderlich.

Anmeldungen sind per E-Mail möglich oder telefonisch über die Volkshochschule Hattingen unter 02324-204-3512 (Kurs-Nr. 1700E).

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