CORONA: 54 ERKRANKTE IM KREIS – KLINIK EVAKUIERT

Rückholaktion aus der Klinik Königsfeld am Freitagvormittag: 29 Patienten werden mit Krankentransportwagen aus ihren Heimatstädten abgeholt und nach Hause gebracht (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt aktuell bei 54. Die Betroffenen wohnen in Breckerfeld (1) Ennepetal (2), Gevelsberg (8), Hattingen (9), Herdecke (5), Schwelm (1), Sprockhövel (7), Wetter (6) und Witten (15). Ein Mann aus Ennepetal war am Donnerstag infolge einer Infektion mit dem Virus verstorben.

Als begründete Verdachtsfälle gelten derzeit 548 Bürgerinnen und Bürger. Sie verteilen sich auf Breckerfeld (16), Ennepetal (41), Gevelsberg (57), Hattingen (86), Herdecke (62), Schwelm (34), Sprockhövel (58), Wetter (31) und Witten (163). Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Diese Vorgabe gilt darüber hinaus für 993 weitere Personen im Kreis.

In häuslicher Quarantäne befinden sich inzwischen auch alle Patienten der Klinik Königsfeld in Ennepetal, die am Mittwoch geschlossen wurde, weil ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden war. Ein Großteil der 190 Patienten konnte eigenständig abreisen. Für 31 Frauen und Männer musste ein Transport aus der Reha-Klinik organisiert werden.

Die Rückholaktion startete am Freitagmorgen: 29 der verbliebenen Patienten wurden im Laufe des Vormittags von Krankentransportwagen aus ihrer jeweiligen Heimatstadt abgeholt und unter Einhaltung strenger Infektionsschutzregeln in ihr Zuhause entlassen. Organisiert wurde dies von der Abteilung Bevölkerungsschutz des Ennepe-Ruhr-Kreises unter Mithilfe der Bezirksregierung Arnsberg.

Ein Patient stammte aus Niedersachsen, alle anderen mussten in verschiedene Regionen Nordrhein-Westfalens gebracht werden. „Die Patienten haben den Heimweg gelassen angetreten, viele bedankten sich bei den Einsatzkräften“, berichtet Einsatzleiter Frank Schacht von der Feuerwehr Ennepetal. „Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten lief dabei sehr gut.“

Zwei Patienten blieben zunächst in der Klinik, weil ihr Testergebnis auf eine Infektion mit dem Corona-Virus noch ausstand. Als am Samstagmittag die Meldung kam, dass beide negativ getestet wurden, organisierte der Krisenstab des Kreises umgehend die Transporte, so dass auch diese beiden Patienten noch am Samstag nach Hause gebracht wurden.

[Stand: Samstag, 21. März, 12 Uhr]

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