AUSTELLUNGSERÖFFNUNG STEIN & BEIN

Ausstellungseröffnung "Stein & Bein" im Wachszinshaus

Hattingen- Es ist ein wenig wie Heimkommen. Robert Bossard kennt Hattingen gut. Er war damals noch als Stadtplaner in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an der Rettung der wunderbaren Altstadt Hattingens, die ursprünglich abgerissen werden sollte, beteiligt.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Heute, im Alter von 82 Jahren kehrt er als Künstler im Schauraum Wachszinshaus am St. Georgskirchplatz ein. Robert Bossard ist seit seiner Jugend Künstler, als Maler und Bildhauer, als Schriftsteller und Filmemacher und Klavier spielt er auch; als Enfant terrible in vielen Sparten der Kunst mit einer ungebrochenen Schaffenskraft.

Robert Bossard ist Schweizer und schöpft vielleicht aus den Extremen seines Heimatlandes seine unermüdliche Kraft, obwohl er schon lange ein Teil des Ruhrgebiets ist. Er lebt mit seiner Familie in Oberhausen, dort, wo sich der Pott noch so anfühlt wie früher. In einem verwunschenen Garten hinter dem Haus und in seinem Atelier unter dem Dach entsteht seine Kunst. In seiner Ausstellung „Stein & Bein“ stellt er seine aktuellen Arbeiten der letzten zwei Jahre im Wachszinshaus aus.

Robert Bossard (Foto: Privat)

Wäre nicht die Coronapandemie und ein Sturz dazwischen gekommen, dann hätte die Ausstellung von Robert Bossard im Schauraum in Hattingen schon vor zwei Jahren stattgefunden.

Die Einladungskarten waren bereits gedruckt, Bilder und Objekte schon ausgewählt. Nun, zwei Jahre später liegen diese Bilder auf einem nicht mehr zugänglichen unentwirrbaren Bilderstapel. Der Künstler hat weiter gearbeitet,

hat in diesen Coronazeiten weiter um seinen künstlerischen Ausdruck gerungen,  hat weiter improvisiert und intuitiv nach künstlerischen Antworten auf das Leben gesucht.

So gab es in Bossards Werk schon früh große farbintensiv bemalte Holzskulpturen. Hier, wie in seinen Bildern spielen Augen und Münder eine zentrale Rolle, mal zu einem Gesicht verdichtet als Teil einer Figur oder isoliert, zerklüftet, subversiv, provokant, roh. Manchmal zieht die Kunst von Robert Bossard den Betrachter in sich hinein, manchmal stößt sie ab, rätselhaft bleibt sie allemal.

Robert Bossards Kunst ist etwas für Schaulustige – im besten Sinne – für die, die Lust haben zu schauen, denn die Bilder, die Objekte und neuerdings auch die am Computer entstandenen Zeichnungen erschließen sich erst nach und nach. Da lockt eine schreiende Farbkombination zum Hinschauen und lässt man sich auf ein Werk ein, dann entdeckt man Ebenen hinter Ebenen, gemalt oder gezeichnet, die Geschichten erzählen. Oft erschreckende Geschichten und es stellt sich dem Erschauernden die Frage, sind das Geschichten aus dem Inneren des Künstlers oder Reflexe der Welt auf die Seele Robert Bossards.

Die Ausstellung trägt den Titel: Stein & Bein. 

Manchmal liegen am Wachszinshaus, im Winkel eines Fensters oder auf den Stufen meist von Kindern bemalte Steine. Diese erfolgreiche Aktion des Heimatvereins Hattingen aus dem letzten Jahr sollte Kindern und auch Erwachsenen Freude bereiten und sie an die frische Luft locken. Robert Bossard hat auch Steine bemalt, sehr schwere Steine, die er im Schauraum aufhängt. Die Steine des Schweizers aus Oberhausen haben ihre eigene Geschichte. Sie stammen von vielen Orten der Welt. Und als der Künstler in der Coronapandemie das Haus nur noch für lebenswichtige Erledigungen verlassen wollte, wurden die Steine und auch Holzfundstücke zu seiner Leinwand. Diese Steine forderten ihn heraus, ihnen nicht eine hübsche Bemalung angedeihen zu lassen, sondern ihrem Gewicht, ihrem Wesen, ihren Unebenheiten gerecht zu werden. Die Steinseele nach außen zu kehren. Dabei konnte dann auch ein Bein zum Vorschein kommen.

Robert Bossard hat schon viele Lebensjahre Erfahrungen mit sich und der Welt gesammelt. Immer fanden sie einen Widerhall in seiner Kunst. Während der Ausstellungseröffnung zeigt der Filmemacher Tom Briele ( Herne) ein filmisches Portait des Künstlers Robert Bossard.

Und da der Künstler ein geselliger und ausgesprochen kommunikativer Mensch ist und viele Künstlerfreundschaften pflegt, gibt es ihm zu Ehren noch eine wunderbare Finissage am 13. September um 11 Uhr im/am Wachszinshaus mit Musik des bekannten Saxophonisten Eckard Koltermann.

Hierzu wie auch zur Ausstellungseröffnung am 15. August um 11.00 Uhr im Schauraum Wachszinshaus, Kirchplatz 14, wird herzlich eingeladen

Eröffnung: 15. August 2021 – 11.00 Uhr 

Finissage : 12. September 2021 – 11.00 Uhr

Es gelten die jeweils aktuellen Corona- Hygienevorschriften

%d Bloggern gefällt das: