ABFALLENTSORGUNG IN CORONA-ZEITEN

Hattinger Abfalltonnen (Symbolfoto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Ob Hausmüll, Sperrgut, Altpapier oder Grünschnitt. Das Thema Müllentsorgung sorgt auch in Zeiten der Corona-Krise für Fragen und Unsicherheiten. Die Stadt Hattingen achtet ebenfalls bei den betrieblichen Abläufen der täglichen Abfallabfuhr auf Infektionsschutzmaßnahmen und auf eine Reduzierung von Kontakten unter den Mitarbeitenden. So können diese, sowie Bürgerinnen und Bürger geschützt und die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt werden.

Oberste Priorität hat dabei, die Entsorgung des Hausmülls in Hattingen zu gewährleisten. Damit das langfristig funktionieren kann, sind die Mitarbeitenden der Abfallentsorgung auch auf die Rücksicht und Mithilfe der Hattingerinnen und Hattinger angewiesen.

Mit umsichtigem Verhalten unterstützen

Abstand halten: Halten Sie zu Ihrem eignen und zum Schutz der Mitarbeitenden einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern in allen Arbeitsbereichen (zum Beispiel in der Abfallabfuhr und Stadtreinigung) ein. Befolgen Sie die Husten- und Nies-Etikette: Decken Sie beim Husten und Niesen Mund und Nase mit einem Einmal-Taschentuch (Entsorgung in geschlossenem Behälter/verschlossener Tüte) oder dem gebeugten Ellenbogen ab

Begrenzte Kapazitäten in der Abfallentsorgung: Ist es zum Beispiel unbedingt notwendig, jetzt den Keller zu entrümpeln und große Mengen Abfall zum Recyclinghof zu bringen? Oder hat es noch etwas Zeit, bis die Lage sich entspannt? Besonders das Thema zusätzlicher Grünschnitt stellt die Stadtverwaltung momentan vor logistische Herausforderungen. Die Stadtverwaltung bittet deswegen dringlich, den Grünschnitt vorerst im Garten zu lagern, bis die Lage sich entspannt. Durch umsichtiges Verhalten werden so die Kapazitäten nicht überlastet.

Hinweise zum Recyclinghof

Der Recyclinghof der Stadt Hattingen, Am Walzwerk 45 ist seit dem 3. April zu den gewohnten Öffnungszeiten (montags und freitags von 12 bis 17 Uhr uns samstags von 8 bis 13 Uhr, Osterfeiertage ausgenommen) geöffnet. Der nächste Termin fällt auf Freitag, den 17. April. Ob der normale Betrieb dann wieder aufgenommen werden kann, ist aufgrund der anhaltenden Corona-Krise momentan noch nicht absehbar. „Wir weisen nochmal dringlich darauf hin, dass der Recyclinghof zwar auch für private Haushalte wieder geöffnet hat, jedoch bitten wir darum, nur in dringenden Fällen den Hof aufzusuchen“, erklärt Solveig Holste, Leiterin des Fachbereichs Stadtbetriebe und Tiefbau.

Außerdem gelten eingeschränkte Bedingungen hinsichtlich der Nutzung des Recyclinghofs. Es dürfen maximal zwei Personen in einem Fahrzeug sitzen, Kinder dürfen sich nicht im Auto befinden. Außerdem dürfen höchsten fünf Leute gleichzeitig den Sperrmüll auf dem Hof ausladen, dabei soll ein Sicherheitsabstand eingehalten werden und die Autos nacheinander den Sperrmüll abladen. Bürgerinnen und Bürger müssen daher mit längeren Wartezeiten rechnen. Außerdem werden Sperrmülltermine bis auf Weiteres nicht vergeben.

„Unsere oberste Priorität ist es die Müllabfuhr und Stadtreinigung in der Stadt aufrechtzuerhalten. Wir arbeiten im normalen Leerungsrhythmus. Es hat sich also nichts verändert und das soll auch so bleiben. Wir arbeiten momentan vorsichtshalber schichtweise im Wochenwechsel, so sollen unsere Mitarbeitenden so wenig verschiedene Kontakte wie möglich haben. Auch Kollegen aus der Grünpflege helfen momentan aus“, so Solveig Holste. Die Pflege von Grünanlagen und ähnlichem ist zwar weiterhin gewährleistet, muss jedoch nach Personalkapazitäten abgestimmt werden. „Wir versuchen auch in diesen schwierigen Zeiten das Stadtbild aufrechtzuerhalten und den Bürgerinnen und Bürgern ein sauberes und gepflegtes Umfeld zu ermöglichen, dazu gehört auch die regelmäßige Leerung von Abfalleimern in der Stadt und in den Grünanlagen“, so Solveig Holste.

Hausmüll weiterhin ungefährlich/ Abfallentsorgung in Haushalten mit infizierten Personen oder begründeten Verdachtsfällen

Im generellen Umgang mit Haushaltsmüll gibt es keine gesundheitlichen Bedenken. Für die Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle leben, empfiehlt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit entsprechende Vorsichtmaßnahmen. Bisher sind zwar keine Fälle bekannt, bei denen eine Infektion durchs Berühren von kontaminierten Oberflächen (Kontaktinfektion) entstanden ist. Trotzdem ist der Übertragungsweg nicht abschließend auszuschließen.

  • Abfälle in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke geben und einzelne Abfälle, wie zum Beispiel Taschentücher nicht lose in der Abfalltonne entsorgen
  • Abfallsäcke durch Verknoten oder Zubinden verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände möglichst in bruch- oder durchstichsicheren Einwegbehältnissen entsorgen. Müllsäcke werden möglichst sicher verstaut, sodass vermieden werden kann, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit dem Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird.

Diese Vorsichtsmaßnahmen orientieren sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

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