1. EUROPAWEITER BLITZMARATHON

Ennepe-Ruhr-Kreis /Hattingen – Die Polizei veranstaltet am 16. April 2015 den ersten europaweiten Blitzmarathon. Die Behörden wollen damit der Unfallursache „überhöhte Geschwindigkeit“ entgegenwirken. Nach Polizeiangaben sind im Ennepe-Ruhr-Kreis  im Jahr 2014 sechs Menschen durch einen Verkehrsunfall zu Tode gekommen, 124 wurden schwerverletzt. Zum Vergleichszeitraum des Jahres 2013 bedeutet das die gleiche Anzahl an tödlich verletzten Personen und eine Steigerung um 1,6% bei den schwer verletzten Personen. Die Zahl der Verunglückten ist insgesamt um 0,7% von 685 in 2013 auf 690 in 2014 gestiegen! Wieviele dieser Unfälle auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, teilte die Polizei nicht mit.

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Erklärtes Ziel des Blitzmarathons ist es, das Geschwindigkeitsniveau zu senken, um weniger Tote und Verletzte im Straßenverkehr zu haben. Der erste wurde in NRW veranstaltet, „erfunden“ wurde die Aktion durch NRW-Innenminister Ralf Jäger. Der Effekt dieser Schwerpunktmessungen ist jedoch umstritten. So kritisierte die Gewerkschaft der Polizei (GDP) den Blitzmarathon im September 2014 als „sinnlose PR-Aktion ohne nachhaltigen Effekt auf die Verkehrssicherheit“. Damals wurden bundesweit 13.000 Polizisten eingesetzt, um an mehreren tausend Stellen ihre Messegeräte aufzubauen und Geschwindigkeitsverstöße sofort zu ahnden.

Bürger sollen Orte für Messstellen wählen

Im Rahmen des 8. landesweiten und zugleich 3. bundesweiten Blitz-Marathon, werden neben den Geschwindigkeitsverstößen konsequent auch Handy- und Gurtverstöße sowie Fahren unter Alkohol- und/oder Betäubungsmitteleinfluss verfolgt Es ist diesmal eine Bürgerbeteiligung per Email Voting ab sofort vorgesehen. Für jede der acht Kommunen im Bereich der Polizei EN werden fünf Messstellen vorgeschlagen, die auf der Homepage der Polizei EN unter www.polizei.nrw.de/ennepe-ruhr-kreis ausgewählt werden können.

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