Hattingen – Papier wird zur Skulptur, Farbe zur bewegten Landschaft: Der Kunstverein Hattingen zeigt ab Sonntag, 23. August 2026, die Doppelausstellung „Vom Falten und Fließen“ mit Arbeiten von Monika Wellnitz und Brigitte Albers. Zur Eröffnung um 17 Uhr in der Galerie „Neue Räume“ an der Bahnhofstraße sind alle Kunstinteressierten eingeladen – bei Schnittchen mit „Faltenbelag“ und fließendem Prosecco.
Die beiden Künstlerinnen arbeiten mit völlig unterschiedlichen Materialien und Techniken, treten in der Ausstellung jedoch in einen spannenden Dialog. Monika Wellnitz schafft aus ausgedienten Produktflyern eindrucksvolle Papierobjekte. Dafür schneidet sie das Papier in quadratische Stücke, faltet sie zu zahlreichen kleinen Elementen und setzt diese zu organisch anmutenden Skulpturen zusammen. Ihre Arbeiten erinnern an Formen aus Flora und Fauna und erreichen teils beachtliche Größen. Die Farbigkeit ergibt sich dabei unmittelbar aus dem verwendeten Material.
Papierobjekte aus recycelten Flyern treffen auf großformatige Farbwelten
Wellnitz verbindet in ihren Werken Nachhaltigkeit mit der Frage nach dem Verhältnis von Natur, Kultur und Zivilisation. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, wie lange die verfügbaren Ressourcen noch ausreichen werden. Die Künstlerin erhielt 2015 den Kunstpreis EN und war bereits auf internationalen Paper-Art-Biennalen vertreten – unter anderem in Israel, Shanghai sowie mehrfach im schweizerischen Charmey.
Fotos der Ausstellung und Plakatauszug (privat)


Brigitte Albers präsentiert dagegen großformatige abstrakte Gemälde. In ihren Bildern lassen sich Landschaften, Naturmotive und Unterwasserwelten erahnen. Ihre Inspiration zieht die Künstlerin aus inneren Bildern, persönlichen Erlebnissen, Reisen und ihrer Leidenschaft für das Tauchen.
Neben klassischen Maltechniken arbeitet Albers seit Jahren mit Farbschüttungen. Sie lässt Farbe über die Leinwand fließen, nimmt sie stellenweise wieder ab und schafft so dynamische Bildwelten aus bis zu 40 Farbschichten. Seit 2014 ist sie mit dem Atelier Burkamp verbunden und arbeitet dort regelmäßig in den Atelierräumen. Ihre Werke waren bereits mehrfach in Gruppenausstellungen der Kunsthalle Burkamp auf dem Gelände der Glashütte Haltern am See zu sehen. 2022 widmete die Kunsthalle ihr die Einzelausstellung „Everything flows“, zu der auch ein Katalog erschienen ist.
„Vom Falten und Fließen“ verbindet Struktur und Bewegung, Natur und Abstraktion sowie recyceltes Papier und fließende Farbe zu einer vielschichtigen Ausstellung.

Foto: Plakatauszug
Termine
Die Ausstellung läuft bis zur Finissage am Sonntag, 27. September 2026, um 17 Uhr. Der Kunstverein Hattingen weist zugleich auf neue Öffnungszeiten während der Ausstellungen hin: Der bislang nur wenig besuchte Donnerstag entfällt. Geöffnet ist freitags weiterhin von 16 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr. So bietet sich auch nach dem Stadtbummel am Samstag oder vor einem Sonntagsspaziergang zur Ruhr ein Besuch in der Galerie an.


























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