Hattingen – Am Samstag (4. Juli 2026) wurde die Uhlandstraße wieder zum Treffpunkt für die Südstadt. Rund um die Johanniskirche fand das Südstadtfest statt, das einmal mehr zeigte, wie viel hier durch ehrenamtliches Engagement, gute Kontakte und kurze Wege möglich wird.
Die Johanniskirchengemeinde stellte ihr Gelände und die Räume zur Verfügung, die Straße davor wurde gesperrt und entlang der Uhlandstraße präsentierten sich zahlreiche Gruppen, Vereine und Einrichtungen aus der Südstadt oder mit engem Bezug zum Stadtteil. Mit dabei waren unter anderem die Lebenshilfe Hattingen mit einem Cocktailstand, der auch später am Abend noch gut besucht war, die DLRG Blankenstein, die HWG und ein Pflegedienst, der früher seinen Standort in der Südstadt hatte und dort bis heute viele Kunden betreut.
Wie gut der Zusammenhalt funktioniert, zeigte sich an diesem Nachmittag ganz nebenbei: Als sich ein größerer Feuerwehreinsatz in der Südstadt abzeichnete, machten sich Mitarbeiter von der hwg zu Fuß auf den Weg, um nachzusehen, ob etwas Schlimmeres passiert war und ob Hilfe gebraucht würde. Am Ende war es nur eine vergessene Bratpfanne. Die Reaktion aber passte zu diesem Fest: Man kennt sich, man achtet aufeinander, man geht hin.
Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD) eröffnete das Südstadtfest offiziell und stellte dabei besonders das Ehrenamt in den Mittelpunkt. Sie dankte Tobias Kiesewetter und seinem Team, die das Fest organisiert hatten. Solche Veranstaltungen seien nicht selbstverständlich, sagte sie sinngemäß. Es brauche Menschen, die sich in ihrer Freizeit kümmern, planen und Verantwortung übernehmen. Gerade in der Südstadt sei dieses Engagement immer wieder sichtbar.
Ein Fest von Nachbarn für Nachbarn (Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)
Der Gemeindesaal verwandelte sich zu einen kleinen Wiener Kaffeehaus mitten in der Südstadt. Bei Kaffee, Kuchen und Waffeln saßen die Gäste an schön gedeckten Tischen, dazu gab es Livemusik am Flügel.
Das Bühnenprogramm begann mit „Let’s Dance die Tanzschule“. Monique, von vielen nur „Mo“ genannt, brachte mit viel Energie und zugleich einem guten Gespür für die Kinder die Tanzgruppen auf die Bühne. Von den Wichteln bis zu den Jugendlichen zeigten die Gruppen, woran sie gearbeitet hatten. Nicht jede Bewegung saß perfekt, aber genau das machte den Auftritt lebendig. Zu sehen war vor allem, wie die Trainer mit den Kindern umgehen, wie viel Vertrauen da entstanden ist und wie stolz manche Kinder nach ihrem ersten Bühnenauftritt den Applaus entgegennahmen.
Musikalisch blieb das Fest fest in Hattinger Hand. Mit Blue House, Subbeat, FeedBack und Andy Playa standen lokale Acts auf der Bühne, die von Cover, Pop und Rock bis zu Party- und Ballermannhits ein breites Programm boten. Am Nachmittag gehörte die Straße vor allem den Familien. Gegen Abend wurden die Stände nach und nach abgebaut, und das Geschehen verlagerte sich immer stärker vor die Bühne auf dem Kirchplatz. Dort wurde aus dem Nachbarschaftsfest langsam ein kleines Stadtteil-Open-Air mit ausgelassener Stimmung.





















































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