SPD SCHLÄGT FEUERWERKSVERBOT VOR

Ratssitzung unter Corona-Bedingungen in der Gebläsehalle (Archivbild: Strohdiek)

Hattingen- Zur heutigen Ratssitzung (17. Dezember 2020) schlägt die SPD-Stadtratsfraktion im ganzen Stadtgebiet verteilt Feuerwerksverbote zu Silvester vor. So sollen Verletzungen durch Feuerwerksraketen vermieden und Bürger geschützt werden. Bereits in der letzten Ratssitzung hatte der SPD-Stadtverordnete Uwe Fry die Stadt nach einem derartigen Konzept gefragt.

„Wir hätten uns natürlich einen Vorschlag der Stadt gewünscht, aber da dies nicht vorliegt, sind wir nun tätig geworden. Wir müssen in der Silvesternacht die großen Menschenansammlungen aufgrund von Corona vermeiden.“, so Uwe Fry. Weshalb die Stadt nicht tätig werde, könne die SPD nicht verstehen.

In den letzten Jahren sei es auch in Hattingen immer wieder zu schweren Verletzungen mit Feuerwerkskörpern an Silvester gekommen. Mit ihrem Antrag möchte die SPD vermeiden, dass derartige Unfälle die Krankenhäuser in der aktuell angespannten Phase noch zusätzlich belasten. Außerdem befürchte man, dass die Abstände zum Schutz vor Corona bei den bekannten Sammelpunkten zum Jahreswechsel nicht eingehalten würden. Die Feuerwerksverbote würden dazu beitragen, dass weder Verletzungen noch Neuinfektionen entstünden. Unter anderem schlägt die SPD den Parkplatz vor der Schulenburg, den Rathausplatz und den Marktplatz in Welper, sowie Schulhöfe, Sportplätze und den Gewerbepark vor mit einem Feuerwerksverbot zu belegen.

„Ich kann alle verstehen, die sich zum Jahresausklang ein Stück Normalität wünschen, aber wir sollten das Krankenhauspersonal unterstützen und keine Neuinfektionen oder Verletzungen riskieren. Nicht verstehen kann ich hingegen den Bürgermeister, der die Möglichkeiten der Coronaverordnung nicht nutzt, um unsere Bürger zu schützen. Es muss gehandelt werden!“, so Fry abschließend.

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