LERNEN IN DEN FERIEN: FÖRDERPROGRAMM AN ZWEI SCHULEN IM KREIS

Auch motorische Übungen standen an der Förderschule auf dem Programm: Hier bereiten sich Schülerinnen und Schüler darauf vor, einen Ball per Golfschläger durch einen Parcours zu bugsieren (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

Ennepe-Ruhr-Kreis- Die einen büffelten Grammatik, die anderen beschäftigten sich mit dem Thema Herbst und lernten viel über Waldtiere: In der ersten Ferienwoche haben Kinder und Jugendliche in der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule und der Förderschule Hiddinghausen an einem Programm teilgenommen, das der Ennepe-Ruhr-Kreis als Schulträger mithilfe von Fördergeldern des Landes auf die Beine gestellt hat.

„Schrift- und Sprachkompetenzen in Deutsch“ standen in der Gesamtschule in Sprockhövel auf dem Plan. Der Ferienkurs richtete sich an die Jahrgangsstufen 5 bis 8 und vorrangig an solche Schülerinnen und Schüler, die erst vor kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind. „Es war eine sehr heterogene Gruppe mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen“, sagt Martina Gördes, die den Kurs gemeinsam mit dem ehemaligen Deutschlehrer Karl-Otto Kirst im Auftrag des Kreises geleitet hat.

Verben konjugieren, Nomen den richtigen Artikel zuordnen, Possessivpronomen üben, Wörter vom Singular in den Plural setzen: Das waren einige der Aufgaben aus dem Bereich Grammatik, mit denen sich die Schüler beschäftigten. Zudem wurden Texte gelesen und anschließend mündlich wiedergegeben, Bilder wurden besprochen und einfache Briefe verfasst.

„Wir haben die Schüler auch selbst gefragt, womit sie Probleme haben, und versucht, sie dort individuell abzuholen“, sagt Kirst. Dabei wechselten die Referenten Schwerpunkte und Methoden ab, setzten auch mal digitale Medien ein, und arbeiteten zum Teil mit der ganzen Gruppe, zum Teil mit einzelnen Schülern.

An der Förderschule Hiddinghausen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung wurden 31 Schüler in drei Gruppen betreut, darunter auch 14 Kinder und Jugendliche aus der Kämpenschule. Hier war das Oberthema „Herbst und Waldtiere“: Die Gruppen, die sich Igel, Eichhörnchen und Hasen nannten, suchten im Wald nach Material wie Ästen, Kastanien, Eicheln und Blättern, bastelten und malten Tiere und lernten ganz nebenbei einiges über die Waldbewohner.

„Wir haben individuell nach den Fähigkeiten und Interessen der einzelnen Schüler geguckt“, sagt Schulsozialarbeiterin Claudia Apel, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Jacqueline Lauf die Kurse vor Ort organisiert hat. Betreut wurden die Kinder von sieben Mitarbeitern des Familienunterstützenden Dienstes der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen.

Ferienschule wird vom Land gefördert

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW fördert bis Jahresende außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote, um „das Aufholen von coronabedingter Benachteiligung zu ermöglichen“. Um die Förderprogrammen an den kreiseigenen Schulen anbieten zu können, hat die Schulverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises eine Förderung beantragt und bewilligt bekommen. 80 Prozent der Kosten übernimmt somit das Land, 20 Prozent finanziert der Kreis als Schulträger. Die Organisation der Ferienprogramme übernahm das Regionale Bildungsbüro des Kreises.

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