HEUTE IST „TAG DES WASSERS“

Wasser ist ein kostbares Gut, mit dem man sparsam umgehen sollte (Foto: Höffken)

EN-Kreis – Zum Tag des Wassers (22.03.2022) weisen AVU  und Stadtwerke Hattingen als heimische Versorger auf die hohe Qualität des Trinkwassers hin.

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Mitarbeiter:innen trinken Leitungswasser

2.220 kg weniger CO2 pro Jahr – das ist die erfreuliche Zahl, die die Stadtwerke Hattingen jedes Jahr einsparen, indem die Mitarbeiter Leitungswasser trinken. Pünktlich zum Weltwassertag, den die Vereinten Nationen jährlich ausrufen und der dieses Jahr am 22.März stattfindet, hat Steven Scheiker, Leiter Markt und Vertrieb der Stadtwerke Hattingen, nachgerechnet: „Ca. 12.600 Liter Leitungswasser trinken unsere Mitarbeiter in der Zentrale am Weg zum Wasserwerk pro Jahr. Diese gehen nur mit 4,4 kg in die CO2-Bilanz ein. Dieselbe Menge Mineralwasser in Flaschen würde 2.224 kg CO2 produzieren.“

Als Wasserversorger mit gutem Beispiel voran

Als Wasserversorger von Hattingen Mitte und der Nordstadt gewährleisten die Stadtwerke Hattingen eine hohe Trinkwasserqualität und kontrollieren diese regelmäßig über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. „Wir möchten als Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen“, so Steven Scheiker. „So können wir den Hattingern zeigen: Unser Leitungswasser ist ideales Trinkwasser!“

Hohe Trinkwasser-Qualität sichern

Unsere langfristigen Planungen sind darauf ausgerichtet, die hohe Qualität für die Zukunft zu sichern“, erklärt AVU-Vorstand Uwe Träris. Dafür sei man im ständigen fachlichen Austausch mit dem Ruhrverband als Eigentümer der Talsperre. Denn sowohl Trockenperioden als auch die Starkregen-Ereignisse haben gezeigt, dass Modellberechnungen und Planungen neu bewertet werden müssen. „Das haben wir in den vergangenen Jahren getan“, erklärt Träris.

Die AVU fördert Trinkwasser hauptsächlich aus der Talsperre – anders als in vielen anderen Teilen Deutschlands. Da ist Grundwasser die wichtigste Ressource: Rund 74 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser. Darauf weist der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) zum Tag des Wassers hin. „Wenn wir den Hahn aufdrehen oder unter der Dusche stehen, ist uns oft nicht bewusst, wie elementar, kostbar und unverzichtbar Grundwasser ist. Unser Grundwasser ist ein nasser Schatz unter der Erde, den wir für uns und die junge Generationen schützen sollten“, sagt VKU-Vizepräsident Karsten Specht. Dabei spricht er sich für das Vorsorge- und Verursacherprinzip aus.

Verursacher-Prinzip statt höherer Kosten – Verbraucher können Beitrag leisten
Technische Lösungen zum Beispiel bei der Aufbereitung in den Wasserwerken belasten hingegen die Bürgerinnen und Bürger durch höhere Wasserpreise. „Wir brauchen eine erweiterte Herstellerverantwortung und eine konsequente Einbeziehung des Gewässerschutzes bei der Stoffzulassung und -anwendung. Die Verursacher von Verunreinigungen, z.B. Pflanzenschutzmittel-Hersteller, sollten sich beteiligen. Und es muss zuerst darum gehen, dass Stoffe gar nicht erst in Verkehr oder eben deutlich weniger in Verkehr gebracht werden, sodass ein Eintrag in die Gewässer verhindert wird“, so der VKU-Vizepräsident.

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können etwas tun, um den Wasserkreislauf nicht unnötig zu belasten. Dazu gehört zum Beispiel, Arzneimittel nicht über die Toilette, sondern über den Restmüll oder über gesonderte Schadstoffsammelstellen zu entsorgen. Oder im privaten Gartenbereich ganz auf den Einsatz chemischer Mittel zu verzichten. Tipps zum Wassersparen gibt es auch in allen AVU-Treffpunkten und bei den Stadtwerken Hattingen.


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