FACHBEREICHSLEITER ULRICH HÖHMANN WECHSELT IN DEN RUHESTAND

Fachbereichsleiter Ulrich Höhmann hier an dem Grundrissplan des neuen Bauhofes. (Foto: Höffken)

Sprockhövel – Er ist ein Urgestein der Stadtverwaltung, begann hier vor 47 Jahren am 1. August 1975 als Bauzeichner seine Ausbildung und wechselt jetzt als Fachbereichsleiter Anfang 2023 altersbedingt in den Ruhestand.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Als Chef von 28 Mitarbeitern:innen des Bauhofes und 14 Beschäftigten des Tiefbauamtes gibt es im Rückblick seiner aktiven Tätigkeit viel zu erzählen. „Die damals junge Stadt Sprockhövel war 1975 gerade 5 Jahre alt und die zur Verfügung stehenden Unterlagen der früheren Amtsverwaltungen für den Bereich Tiefbau und Bauhof waren nicht ganz so aussagekräftig“, sagte Ulrich Höhmann schmunzelnd im Gespräch mit ruhrkanalNEWS.

„Also sind wir draußen in der Stadt rumgelaufen und haben Kanäle entdeckt und katalogisiert.“ Heute unterhält das „Sachgebiet Tiefbau der Stadt Sprockhövel“ ein städtisches Kanalnetz für die Beseitigung von Abwässern mit einer Gesamtlänge von 165 Km. Auch konnte früher keiner sagen, wie viele Straßenlaternen es im Stadtgebiet überhaupt gibt. Auch darüber besteht heute Klarheit und Transparenz.

„Nach bestandener Abschlussprüfung habe ich gemerkt, hier gibt es viel zu tun, es war spannend, für was man alles zuständig war und beschloss somit, „also bleibst Du mal hier“.“ Nach seiner Einberufung zur Bundeswehr wurde er den Pionieren zugewiesen und erlebte hautnah die Schneekatastrophe 1978/1979 in Norddeutschland, bei der er mithalf, zahlreiche Dörfer wieder freizuschaufeln.

Der „Chef“ von Tiefbau und Bauhof, Ulrich Höhmann, geht demnächst nach 47 Dienstjahren in den Ruhestand. (Foto: Höffken)

Von Anfang an wohlgefühlt

Nach seiner Bundeswehrzeit holte er das Abitur nach, absolvierte erfolgreich die Ingenieursschule und erhielt die Position einer freigewordenen Ingenieursstelle bei der Stadtverwaltung. Zurückblickend sagt der Tiefbau- und Bauhof-Chef, der in Sprockhövel wohnt und sein Hobby als Modelleisenbahner pflegt, „ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt“.

Die Technik und Bürokommunikation hat sich inzwischen weiterentwickelt, trotzdem schätzt es der Fachbereichsleiter, wenn man an einem Tisch sitzt, gemeinsam auf die Pläne schaut und nach Lösungen sucht. Apropos Wandel der Zeit: Er erinnert er sich noch daran, dass es bei seinem Beginn als junger Angestellter noch 48 Mitarbeiter beim Bauhof „an der Schüppe“ gab und 2 Mitarbeiter im Büro. Zwischenzeitlich haben sich die Flächen, für die rein der Bauhof zuständig ist, verdoppelt und die Mitarbeiteranzahl hat sich mehr als halbiert. „Allerdings darf man nicht vergessen zu erwähnen“, so Ulrich Höhmann, „dass hochmoderne Maschinen und neue Ablaufpläne den Tagesablauf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bauhof erleichtern“.

Bauhof ist oft „Mädchen für alles“

Die Frauen und Männer des Bauhofes scheinen begehrt zu sein. „Oftmals“, so Höhmann, „neigt man in den Stadtverwaltungen dazu, für „praktische Aufgabenstellungen“ der Verwaltung auch außerhalb der für den Bauhof vorgegebenen Ablaufpläne anzufragen nach dem Motto „Kannst Du vielleicht mal helfen….““.

Auf die Erstellung und Fortschreibung des umfangreichen Abwasserbeseitigungskonzeptes für Regen- und Mischwasser der gesamten Stadt Sprockhövel, welches in seine Zuständigkeit fällt und alle 6 Jahre aktualisiert und fortgeschrieben werden muss, ist er stolz. Das Konzept beinhaltet den Rückblick auf getätigte Maßnahmen, auf Arbeiten, die noch gemacht werden müssen einschließlich der finanziellen Auswirkungen. Da geht es um Wasserrechte, um Gespräche und Verhandlungen mit der unteren und oberen Wassserbehörde (Kreisverwaltung und Bezirksregierung) und letztlich auch um die fälligen Abwassergebühren, die die Sprockhöveler:innen bezahlen müssen.

Unter dem Fachkräftemangel leidet auch der Bereich Tiefbau/Bauhof. „Wir haben aktuell so viele laufende Projekte und es ist schwierig, überall in dem auch von uns gewünschten Tempo voranzukommen“, sagt Höhmann. Es ist aktuell kompliziert, an verfügbare externe Gutachter, Vermesser und Fachleute heranzukommen. Auch die während der Pandemiephase nur möglichen Videokonferenzen beschleunigten nicht unbedingt die Projekte, bei denen man als Folge daraus den Teilnehmenden der politischen Fachausschüsse oftmals erklären musste, warum es noch keine Weiterentwicklung gibt.

Und auch zukünftig gibt es für den Nachfolger von Ulrich Höhmann viel zu tun. Christian Zittlau, der die Gegebenheiten der Stadt Sprockhövel als Leiter der Feuerwehr bestens kennt, arbeitet sich seit Oktober schon ein.

Und auch die Starkregengefahrenkarte im Rahmen des geförderten Projektes „Urbane Sturzfluten“, die aktuell durch ein externes Büro für das Stadtgebiet erstellt wird, verspricht Erkenntnisse und Empfehlungen, die bei zukünftigen Unwetterereignissen eine Gefährdung baulicher Objekte im Stadtgebiet und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur verhindern sollen. Auch hier gehört u.a. ein langfristiges, koordiniertes Handeln in verschiedensten Bereichen der Stadtverwaltung dazu.

Und da gilt es noch, die für die Bürger spannenden laufenden und zukünftigen Projekte wie Inbetriebnahme des neuen Bauhofes, Anbindung der L70 N, Standortfestlegung und Neubau Busbahnhof und in den nächsten Jahren Erneuerung der Hombergstraße einschließlich aller erforderlichen Tiefbau- und Entwässerungsarbeiten anzugehen und erfolgreich zu beenden.

Zu dem Zeitpunkt könnte dann Ulrich Höhmann in seinem Ruhestand mal einen Ausflug bzw. Spaziergang zu diesen Baustellen machen. RuhrkanalNEWS wünscht dem zukünftigen Ruheständler alles Gute und seinem Nachfolger Christian Zittlau viel Erfolg.

%d Bloggern gefällt das: