ERSTES HATTINGER UNTERNEHMEN ÜBERNIMMT GIESSPATENSCHAFT

Baumdienst Feldhaus und GALABau Pauli - ein Team in der sozialen Verantwortung (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Vor zwanzig Jahren gründete Markus Pauli seinen Hattinger Garten- und Forstbetrieb. Neben dem Garten- und Landschaftsbau sowie der Gartenpflege gehören Baumfällungen und Winterdienst zu den Schwerpunkten des Unternehmens am Standort Hattingen. Zur Pauli Garten- und Forst GmbH kamen im Laufe der Jahre der Baumdienst Feldhaus und die Höveken GmbH hinzu. Insgesamt kümmern sich rund siebzig Mitarbeiter um alles, was grünt, gefällt werden oder vom Schnee befreit werden muss. Jetzt hat das Hattinger Unternehmen als erste Firma der Hansestadt Hattingen eine Gießpatenschaft für 27 Jungbäume übernommen.

Ein Wassersack hilft besonders jungen Bäumen (Foto: RuhrkanalNEWS)

Patenschaften sind eine beliebte und bewährte Hilfe zur Unterstützung städtischer Aufgaben. So gibt es ehrenamtliche Bürgerpatenschaften beispielsweise für Spielplätze, für Bäume oder für die Baumscheiben am Bügeleisenhaus. Jetzt macht sich mit der Firma Pauli erstmalig ein größeres Unternehmen stark. „Die Stadt Hattingen hat viele neue Bäume gepflanzt, die vor allem in der Hitzeperiode regelmäßig bewässert werden müssen. Hierbei unterstützen wir die Stadt. Die Bewässerung erfolgt durch Wassersäcke mit einem Fassungsvermögen von sechzig bis achtzig Liter Wasser. Durch die feinen Löcher unten am Wassersack rieselt das Wasser kontinuierlich heraus und bewässert den Jungbaum. Ein Wassersack reicht zwei bis drei Tage. Dann muss er neu befüllt werden und bei dieser Arbeit unterstützen wir die Stadt Hattingen“, erklärt Markus Pauli.

Die Arbeit ist eigentlich Aufgabe des Grünflächenamtes, doch die Personalknappheit zum einen und die zunehmenden Aufgaben zum anderen (so muss die Stadt beispielsweise jetzt auch die Ölspurenbeseitigung durchführen, die früher zu den Aufgaben der Feuerwehr gehörte) führen zu gehöriger Schieflage. Und das sieht man im städtischen Erscheinungsbild. „Wir verstehen uns in unserer Firma als Team und arbeiten immer gemeinsam an Lösungen. So sehe ich das auch in diesem Fall. Wir sind alle Stadt und können alle einen Beitrag leisten“, sagt Pauli. Geschäftsführer Dane Hippler ergänzt: „Unsere Umwelt gesund und grün zu erhalten ist sehr wichtig. Man muss sich doch nur die Bäume ansehen. Schädlinge wie der Borkenkäfer oder der Eichenprozessionsspinner sind auf dem Vormarsch. Die Trockenheit im Sommer tut ein Übriges. Gerade bei den Jungbäumen – neu gepflanzt wurden übrigens Kirsche und Laubbäume, die ins Stadtbild passen – ist es wichtig, ihnen beim Wachsen zu helfen. Und hier leisten wir einen kleinen Beitrag.“

v.l. Markus Pauli, Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) und Dane Hippler (Foto: Pielorz)

Über den freut sich auch der Bürgermeister. Dirk Glaser (parteilos), dem eine grüne Stadt sehr am Herzen liegt, sagt: „Gerade Bäume leisten für unser Klima einen wichtigen Beitrag. Jeder gepflanzte Baum ist ein Partner für den Klimaschutz. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Firma Pauli als Hattinger Unternehmen mit der Gießpatenschaft einen Beitrag für unsere Stadt leistet. Dieses Beispiel, welches hoffentlich noch Nachahmer findet, zeigt doch: Wenn wir alle gemeinsam etwas tun, dann füllen wir die Stadtgesellschaft mit Leben. In diesem Zusammenhang möchte ich natürlich das Engagement jedes einzelnen Bürgers erwähnen, der sich in den Dienst der Allgemeinheit stellt und sein Ehrenamt mit Leidenschaft ausübt.“ Für den Hattinger Unternehmer Markus Pauli, der mit einigen Kommunen für die Grünpflege Rahmenverträge abgeschlossen hat, ist die Hilfe auch eine Ehrensache. „Meine Stadt ist mir wichtig. Und ich fühle mich mit einem wirtschaftsnahen Stadtoberhaupt hier gut aufgehoben. Da kann man auch etwas zurückgeben.“ Einen Rahmenvertrag mit der Stadt Hattingen gibt es übrigens (noch) nicht.

Der Hattinger Spezialist für „Grünes und Weißes“ rückt mit Spezialgerät von der Motorsäge bis zum technisch optimal ausgerüsteten Fahrzeug an – je nachdem, was zu tun ist. Einzelne Bäume werden dabei genauso gepflegt oder gefällt wie Schnee von Dächern befreit. „Vor allem die Stürme Kyrill 2007 und Ela 2014 sowie der schneereiche Winter 2010 haben herausfordernde Einsätze für Mensch und Maschine verursacht. Da war alles an Arbeiten dabei – selbst Friedhöfe haben wir nach den Stürmen von umgestürzten Bäumen befreit, um die Bestattungen sicher zu stellen.“

Stark im Team und in der sozialen Verantwortung – so sehen sich der Hattinger Unternehmer und seine Mitarbeiter. Und von denen sind gerade einige mit dem Wässern der Hattinger Jungbäume beschäftigt.

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