ERSTES CHARTA-ARBEITSKREIS TREFFEN IM HOLSCHENTOR

HOLSCHENTOR - Zentrum für bürgerschaftliches Engagement (Foto: Strohdiek)

Hattingen/Sprockhövel- Am Ende des Lebens steht der Tod, das ist uns zwar bewusst aber dennoch ist es ein Tabu-Thema. Dadurch droht die Versorgung, sterbenden Menschen mit Handicap, aus dem Blick der Gesellschaft zu rücken. Die Charta für schwerstkranke und sterbende Menschen hat sich zur Aufgabe gemacht, dem entgegenzuwirken. Durch die Unterzeichnung von Hattingens Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) nd Sprockhövels Bürgermeisterin Sabine Noll (CDU) am 16. August diesen Jahres wurden Hattingen und Sprockhövel gemeinsam Charta-Städte.

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Erstes Charta-Treffen

Gestern (9. November 2022) trafen sich zum ersten Charta-Arbeitskreis im „Holschentor“, Dr. Franz Kritzanits vom Palliativdienst Ennepe-Ruhr, Ulrike Tenbensel von der Selbsthilfegruppe Die Löffelboten, Dirk Schefer und Ilona Gawlinska von der Lebenshilfe sowie Doro Sperle und Andreas Fleer vom ambulanten Hospizdienst Witten-Hattingen e.V. zum regen Austausch über das Thema „Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen mit Handicap“.

Es herrschte ein reger und konstruktiver Austausch über die Lebenssituation der betroffenen in den Einrichtungen der Lebenshilfe. Dirk Schefer erklärte anschaulich, dass es vermehrt ein Thema für die Behinderteneinrichtungen geworden ist und welche Erlebnisse mit dem Thema Tod und Sterben einher gehen. In einer lebhaften Schilderung erzählte Ulrike Tenbensel von ihren Erlebnissen mit palliativversorgten, schwerhörenden oder gehörlosen Menschen.

Der Arbeitskreis erarbeite daraufhin ein Konzept, das sich in kürzester Zeit ein ethisches Fallgespräch sowie Fortbildungen im Bereich der Palliativpflege in den Einrichtungen stattfinden kann. Es sollen mehr Informationsblätter, Flyer, Vollmachten und Patientenverfügung in einfacher Sprache zur Verfügung gestellt werden. Für Gehörlose brachte Ulrike Tenbensel die App DGS von Karin Kestern ein. Diese App bietet Grundbegriffe in Gebärdensprache. Auch eine Konzeption für eine öffentliche Sprechstunde für Betroffene und Angehörige soll erarbeitet werden.

Der nächste Charta-Arbeitskreis wird sich im März 2023 wieder zusammenfinden. Interessierte Bürger:innen sind herzlich dazu eingeladen. Termine hierfür werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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