KREIS KORRIGIERT NOTFALLVERSORGUNG – 1 RTW WEITERHIN NACHTS IN BREDENSCHEID STATIONIERT

Hattingen – Viele Praktiker aus den Rettungsdiensten und First-Responder-Einheiten waren um die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen bei medizinischen Notfällen im Bereich Niedersprockhövel, Bredenscheid und Elfringhausen besorgt. Der Ennepe-Ruhr-Kreis hatte vor einiger Zeit die Rettungsdienstleistungen ab 2022 neu ausgeschrieben und vergeben. Dabei war vorgesehen, ab 1. Januar 2022 den nächtlichen Rettungswagen (RTW) aus der Falck-Rettungswache in Bredenscheid einzusparen. Jetzt hat der Ennepe-Ruhr-Kreis eingelenkt und der nächtliche RTW in Bredenscheid bleibt auch nach dem 1. Januar 2022 einsatzbereit.

Bisher wird bei der Rettungswache Am Hoppe in Sprockhövel vom DRK und bei der Rettungswache in Bredenscheid von der Falck-Unternehmensgruppe jeweils ein Rettungswagen mit Besatzung an 7 Tagen die Woche jeweils 24 Stunden bereitgehalten. Im Abwesenheitsfall ergänzen diese die umliegenden Standorte Hattingen, Witten-Herbede, Wetter (Ruhr), Gevelsberg und Schwelm. Das Einzugsgebiet der Wachen in Sprockhövel und Bredenscheid umfasst dabei laut Ausschreibung alle Stadtteile von Sprockhövel, teils bis nach Gevelsberg, Hattingen-Bredenscheid und Elfringhausen. Erwähnt werden muss natürlich auch der Rettungsdienst-Fuhrpark der Feuerwehr-Hauptwache in Hattingen.

Ab 1. Januar 2022 sollte bei der Rettungswache in Bredenscheid im Zeitraum von 19 Uhr bis 7 Uhr der Falck-RTW mit Besatzung eingespart werden. Das wurde jetzt „nach erfolgreichen Nachverhandlungen mit den Krankenkassen“ korrigiert, wie der Pressesprecher des EN-Kreises, Ingo Niemann, RuhrkanalNEWS auf Nachfrage mitteilte.

Ein RTW ist nach der nun korrigierten Veränderung jetzt weiterhin von montags bis sonntags rund um die Uhr in der Rettungswache Bredenscheid einsatzbereit. Ein zusätzliches Krankentransportfahrzeug (KTW) mit Besatzung kommt hier ab 1. Fanuar 2022 montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr, samstags von 8 bis 18 Uhr und Sonn- und feiertags von 9 bis 19 Uhr noch dazu. „Dazu soll die Rettungswache in Bredenscheid baulich modernisiert und angepasst werden“, teilte Falck-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Runggaldier dem en-reporter von RuhrkanalNEWS mit.

Auch nachts Ausrücken nach 90 Sekunden

Und so werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes in den Wachen auch weiterhin Tag und Nacht innerhalb von 60 bis 90 Sekunden nach Alarmeingang mit den Einsatzfahrzeugen ausrücken und innerhalb eines Zeitfensters von 12 Minuten beim/ bei der Patienten*in eintreffen.

Kreistag beschließt Rettungsdienstbedarfsplan

Grundlage der diesjährigen Ausschreibung ist der aktuelle Rettungsdienstbedarfsplan. Dieser Plan wird gemäß Rettungsgesetz NRW (§ 12) durch den Ennepe-Ruhr-Kreis aufgestellt und durch den Kreistag beschlossen. Hierfür wird regelmäßig ein sachverständiges Fachplanungsbüro eingebunden, um insbesondere den Umfang und die Verteilung der notwendigen Rettungswachenstandorte und der erforderlichen Fahrzeuge zu ermitteln. Unabhängig davon soll bereits die für 2022 vom Ennepe-Ruhr-Kreis vorgesehene Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans weitere Daten liefern. „Auf dieser Grundlage wird dann für den Rettungsdienst im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis zu entscheiden sein, wo Anpassungen erforderlich sind“, schreibt der Ennepe-Ruhr-Kreis . Die Antwort auf die Frage, warum das nicht bereits vor der diesjährigen Vergabe der Aufträge erfolgt ist, blieb der Ennepe-Ruhr-Kreis schuldig.

Erklärung: ABCDE-Regel der Notfallretter

Tag und Nacht einsatzbereit sind die Rettungskräfte der Wache in Bredenscheid, hier einige der Mitarbeiter*innen. (Foto: Höffken)

Das ABCDE-Schema dient der systematischen, nach Prioritäten geordneten Beurteilung sowie Behandlung von Notfallpatienten. Jeder Mitarbeiter im Rettungsdienst – egal, ob Rettungshelfer, Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter – hat das ABCDE-Schema verinnerlicht und kann es sicher umsetzen.

Überprüft wird dabei: A Airway (Atemweg), B – Breathing (Beatmung), C – Circulation (Kreislauf), D – Disability (Defizit, neurologisch), E – Exposure/Environment (Exploration, Ganzkörperuntersuchung).

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