DIE OFFIZIELLE CORONA APP IST ONLINE

Aufruf der Bundesbehörden (Grafik: Bundespresseamt)

Deutschland- Seit heute ist die offizielle App Deutschlands online und kann auf den meisten Smartphones installiert werden. Da sich bereits im Vorfeld mutmaßlich Betrüger aufgemacht und eigene Corona-Apps vor allem im Google Playstore hochgeladen haben, sollten Sie aufmerksam sein, was Sie installieren. Hier geht es zu den offiziellen Apps für Android oder iOS .

Die Corona-App im Google-Playstore (Screenshot: RuhrkanalNEWS)

Auf neuen Huawei Smartphones, für die der Google Playstore gesperrt ist, kann die Corona-App zur Zeit nicht installiert werden. Der chinesische Hersteller hat allerdings angekündigt, kurzfristig eine Lösung zu präsentieren.

Datenschutz bei der offiziellen App wird groß geschrieben. Deshalb haben die Entwickler (die Deutsche Telekom und der Softwarekonzern SAP) den kompletten Quellcode veröffentlicht und zur Prüfung freigegeben. Damit ist der Quellcode „open-source“. Mehrere tausend Hinweise sind eingegangen und wurden berücksichtigt.

Die deutsche App arbeitet mit Tracing und nicht mit Tracking. Der eine Buchstabe bedeutet einen großen Unterschied: Statt Aufenthaltsorte und Bewegungsprofile zu speichern, registriert die deutsche Corona-App lediglich, welche Geräte sich für mindestens 15 Minuten näher als zwei Meter kommen. Dafür scannen die Smartphones alle paar Minuten die Umgebung und kommunizieren mit anderen Handys über Bluetooth. Wer positiv auf Sars-CoV-2 getestet wird, kann die lokal gespeicherten Daten freigeben. Dazu benötigen sie einen offiziellen Nachweis und eine entsprechenden Code. So sollen Fehlalarme verhindert werden.

Ist eine „echte“ Erkrankung hochgeladen, werden Kontaktpersonen per Push-Nachricht aufgefordert, sich testen zu lassen. Sie erfahren, an welchem Tag die Begegnung stattgefunden hat, nicht aber die genaue Uhrzeit. In keinen Fall werden persönliche Daten zwischen den Smartphones ausgetauscht, anhand derer die Personen identifizierbar sind. Die Benachrichtigung enthält einen Risikowert, der von vier Faktoren bestimmt wird: Wie lange der Kontakt zurückliegt, wie lange die Begegnung dauerte, wie stark das Bluetooth-Signal war und wie die Krankheit des Infizierten verläuft.

Von der App erhoffen sich die Behörden, dass eine weitere Welle der Corona-Pandemie frühzeitig erkannt und eingedämmt werden kann. So soll die Krankheit unter Kontrolle gehalten werden, bis ein Impfstoff entwickelt und zugelassen ist. Die App soll Gesundheitsämter entlasten, indem Kontaktpersonen von Infizierten automatisch benachrichtigt werden.

Die Erklärungen zur Corona-App im Film mit Untertiteln (Video: Bundespresseamt)
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