4300 BRIEFE AN IMPFBERECHTIGTE – 660 ANRUFE

Das Hattinger Rathaus (Foto: RuhrkanalNEWS)

Hattingen- Rund 660 Anrufe in vier Wochen: Das ist die Bilanz des Bürgertelefons, das am 25. Januar mit verstärkter personeller Besatzung an den Start gegangen ist. Grund für die eingerichtete Anlaufstelle bei der Stadt war der Beginn der Impfterminvergabe an über 80-Jährige.

Bereits im Voraus setzte Bürgermeister Dirk Glaser ein Schreiben auf, das an die rund 4300 impfberechtigten Senioren in Hattingen verschickt wurde. „Dass die Terminvergabe mit Hürden verbunden sein wird, war allen Beteiligten bewusst. Umso wichtiger ist es, den Senioren und Hilfesuchenden eine Anlaufstelle zu bieten, um bei den Problemen möglichst behilflich zu sein, auch wenn wir als Stadt keine Termine vereinbaren können. Das war mir ein Anliegen, niemand sollte sich im Stich gelassen fühlen“, betont Bürgermeister Dirk Glaser.

Für die Terminvergabe im Ennepe-Ruhr-Kreis ist die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zuständig. Trotzdem liefen die Drähte des städtischen Bürgertelefons in den ersten Tagen heiß. Rund 160 Anrufe nahmen die Mitarbeitenden des Bürgertelefons am ersten Tag an, 120 weitere folgten am nächsten Tag. Doch auch an weiteren Stellen der Stadtverwaltung kamen zahlreiche Anrufe von ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern an, wie in der Zentrale der Verwaltung.

Am Bürgertelefon der Stadt arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen, wie der Jugendförderung, der Koordinierungsstelle für Integration, dem Seniorenbüro und der Stadtbibliothek. Sie alle versuchen seit einigen Wochen mit einem offenen Ohr, viel Zuspruch und Geduld zu helfen. „Die Telefonate waren sehr durchwachsen und in der Bandbreite war bis jetzt alles vertreten. Von Wut über Hilflosigkeit und Verunsicherung aufgrund der anfänglichen technischen Schwierigkeiten bei der Terminvergabe. Viele waren aber auch einfach dankbar, endlich jemanden sprechen zu können, der unterstützen kann“, erklärt Heike Bein von der Stadtbibliothek und Koordinatorin des Bürgertelefons.

Neben dem beherrschenden Thema der Terminvergabe in der ersten Tage entwickelten sich im Laufe der Zeit neue Frageschwerpunkte, denn passend zum Impfstart in Ennepetal am 8. Februar setzte der starke Schneefall ein. „Der extreme Wintereinbruch sorgte natürlich für zusätzliche Probleme beim Transport. Doch für diejenigen, die nicht weiter wussten, konnten wir an einen Fahrdienst vermitteln“, so Heike Bein. Da der Großteil der Beschäftigten aus dem Homeoffice gearbeitet hat, fand ein täglicher Austausch im Rahmen einer Telefonkonferenz statt. „Die tägliche telefonische Runde war wichtig, um alle auf den aktuellsten Stand zu bringen und den Austausch unter den Kollegen zu ermöglichen. So konnten wir uns gegenseitig auf kurzem Weg weiterhelfen“, betont Heike Bein.

Mittlerweile hat sich der Andrang auf das Bürgertelefon gelegt. Aktuell gehen täglich nur noch zehn bis 15 Anrufe ein und die ursprünglich fünf bis sieben geschalteten Leitungen müssen nicht mehr gleichzeitig besetzt werden.

Das Bürgertelefon der Stadt ist weiterhin unter der Rufnummer (02324) 204 4700 montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr, sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar. Das Bürgertelefon soll bei Fragen zu Corona-bedingten Einschränkungen im Stadtleben, Schließungen von Betrieben sowie Hilfestellungen zum Thema Corona-Impfung genutzt werden.

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