Bundesverdienstkreuz in besonderer Kulisse

Foto: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS) Frank-Walter Steinmeier, Beatrix und Johannes Küpperfahrenberg, Melanie Witte-Lonsing, Johannes Tüller und Robert Laube
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Die Gebläsehalle der Henrichshütte war festlich herausgeputzt – oder anders gesagt: Robert Laubes Wohnzimmer hatte sich für diesen besonderen Tag noch einmal besonders schick gemacht. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag als Leiter des LWL-Museums Henrichshütte erhielt er hier aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande. Nach 28 Jahren an der Spitze des Museums dürfte ein Abschied kaum eindrucksvoller ausfallen.

Doch bevor die Orden verliehen wurden, gehörte die große Bühne zunächst einem jungen Musiker. Peter Songen Guan spielte die C-Dur-Sonate KV 545 von Wolfgang Amadeus Mozart. Der junge Pianist begann bereits mit fünf Jahren mit dem Klavierspiel, wird an der Musikschule Hattingen unterrichtet und gehört inzwischen zur Folkwang-Klasse für junge Talente. Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ erreichte er mit gerade einmal acht Jahren den ersten Platz mit der Höchstwertung von 25 Punkten.

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Anschließend zog Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Resümee seiner dreitägigen „Ortszeit Hattingen“. Dann begann die eigentliche Ordensverleihung.

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet wurden Brigitte Altenhein aus Sprockhövel, Carina Gödecke aus Bochum, Prof. Heinrich Theodor Grütter aus Essen, Sandra Hollmann aus Nettetal, Gerburg Jahnke aus Oberhausen, Beatrix und Johannes Küpperfahrenberg aus Hattingen, Robert Laube aus Hattingen, Grigory Rabinovich aus Bochum, Lukas Ritgens aus Eschweiler und Johannes Tüller aus Hattingen.

(Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)

Sie alle stehen für ganz unterschiedliche Formen des Engagements: für Kinder und Jugendliche, Kultur und Erinnerung, Feuerwehr und Rettungswesen, den Dialog der Religionen, internationale Hilfe, Demokratie und Kommunalpolitik. Ihre Geschichten hatten wir bereits vor der Ordensverleihung ausführlich vorgestellt.

Für eine musikalische Überraschung sorgte in der Mitte der Verleihung Amely Czombera. Die junge Sängerin präsentierte „Voilà“ von Barbara Pravi – und erntete dafür tosenden Beifall in der Gebläsehalle. Czombera begann bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Gesangsunterricht und nahm ebenfalls am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ teil.

Nach den weiteren Ordensverleihungen erklang das „Tempo di Minuetto“ aus dem Streichquintett op. 11 Nr. 5 von Luigi Boccherini, gespielt vom Streichensemble der Musikschule. Mit der Nationalhymne endete schließlich die Feierstunde.

Es war ein rundum festlicher Rahmen in einer beeindruckenden Kulisse, die für zwei der Hattinger Geehrten kaum passender hätte sein können. Robert Laube hat die Henrichshütte und das Museum 28 Jahre lang geprägt. Johannes Tüller wiederum kennt diesen Ort aus einer ganz anderen Perspektive: Er hat 40 Jahre auf der Henrichshütte gearbeitet.

So wurde die Ordensverleihung zum Abschluss der dreitägigen „Ortszeit Hattingen“ nicht nur zu einer Würdigung außergewöhnlichen Engagements. Für zwei Hattinger schloss sich in der alten Gebläsehalle zugleich ein ganz persönlicher Kreis.

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