500 KILOMETER IN 50 STUNDEN RADELN

Wollen es im August anlässlich des Hansetages in Hattingen richtig rocken: Triathletin Conny Dauben und Olaf Scherff. Er braucht noch ein passendes Rennrad - das „Lillifee-Rad“ ist nur ein Hingucker für das Foto. (Foto: Pielorz)

Hattingen- Wozu ein Hattinger Neujahrsempfang nicht alles gut sein kann – in jedem Fall ist das alljährliche Treffen eine Fundgrube für neue Ideen. Wie diese zum Beispiel: Die Hattinger Conny Dauben und Olaf Scherff wollen von Lübeck aus über Hamburg, Bremen, Herford als Sitz der Westfälischen Hanse nach Hattingen radeln. 500 Kilometer in 50 Stunden – das ist das Thema. Los gehen soll es am 6. August in Lübeck. Am 8. August wollen die beiden pünktlich zum Hansetag in Hattingen am Rathaus einradeln. Dort überbringen sie dem Bürgermeister die Gastgeschenke der anderen Hansestädte. Für jeden geradelten Kilometer wollen die Beiden Geld für einen guten Zweck einsammeln. Die Aktion wird von Claus Jürgen Barteczko und Frank Strohdiek (RuhkanalNEWS) begleitet und ist als Film auf ruhrkanal.NEWS zu sehen. Unterstützt wird die Idee auch von Hattingen Marketing, dem Heimatverein und der Journalistin Dr. Anja Pielorz.

Die Sport- und Bewegungs-Therapeutin Conny Dauben fing 1999 mit dem Triathlon an und startet in der Regel auf der Lang- und Mitteldistanz. 2002 gewann sie den Ultraman Hawaii (10 km Schwimmen, 421 km Radfahren und 84 km Laufen in drei Tagesetappen). 2007 und 2008 gewann sie auf der Triathlon-Langdistanz beim Ostseeman. Dauben startet für die Vereine PV Witten und TSG Sprockhövel. Im Dezember 2019 wurde die 44-Jährige Zweite beim Ultraman Hawaii. Erfahrung hat sie also genug.

Olaf Scherff ist im letzten Jahr erstmalig 100 Kilometer in 24 Stunden gewandert. Hintergrund war auch hier der gute Zweck, genauer – der örtliche Kinderschutzbund. Der Wahl-Hattinger und gebürtiger Danziger, der seit 2005 in Sachen Mayola-Kaffee in Hattingen unterwegs ist – Herstellung und Handel – bezeichnet sich selbst als „nicht so wahnsinnig sportlich“. Der Familienvater macht zwar schon einmal eine Radtour mit dem Nachwuchs, aber es darf gemächlich zugehen. „Auf dem Neujahrsempfang habe ich mir den Jahresfilm von ruhrkanal.NEWS angesehen und da gab es eben auch eine Filmsequenz über mich und meine Wanderung. Kurz nach dem Laufen habe ich gesagt, ich mache so etwas nie wieder, aber als ich den Film sah, da habe ich gedacht, das war schon cool. Dann habe ich mich auf dem Neujahrsempfang umgedreht und hinter mir stand Conny Dauben und da dachte ich mir, mit ihr könnte ich auch einmal eine sportliche Herausforderung für eine gute Sache machen. Dann haben wir uns unterhalten und so ist diese Idee mit dem Radfahren in Verbindung mit den Hansestädten entstanden.“

Mit seinem Mountainbike kann Olaf Scherff allerdings nicht an den Start gehen. Es muss dann schon ein Rennrad sein. „Die Idee ist, ein Rennrad gesponsert zu bekommen – entweder von einem Fahrradhändler oder über finanzielle Unterstützung. Dann würde ich mit diesem Rad fahren und nach der Tour versteigern wir das Fahrrad. So würde neben den Geldspenden für die gefahrenen Kilometer noch mehr für die gute Sache zusammenkommen.“

„Vielleicht liegt der Charme der Idee gerade darin, dass eine Sportlerin und ein Amateur gemeinsam auf Tour gehen. Wir sitzen abwechselnd auf dem Rad und dann muss man mal sehen, wie das klappt. Im letzten Jahr, bei der Laufaktion, da habe ich vorher nicht so viel trainiert. Das soll jetzt anders werden. Conny wartet schon darauf, dass ich anfange“, lacht Scherff. Seine Motivation ist klar: Gelder für eine gute Sache sammeln, aber auch Spaß an der Herausforderung. Die Freude ist auch für Conny Dauben wichtig – neben den zu fahrenden Trainingseinheiten natürlich.

Beide finden auch den Gedanken der Hanse gut: Gemeinsam für eine Sache einstehen. „Es sind schöne und verbindende Elemente. Wir möchten aus Hattingen für die vier anderen Hansestädte Lübeck, Hamburg, Bremen und Herford – die natürlich stellvertretend stehen für die anderen Städte der Hanse – ein Gastgeschenk aus Hattingen mitnehmen und umgekehrt aus den Städten etwas nach Hattingen mitbringen. Wir wünschen uns in diesen Städten einen Termin mit den Bürgermeistern oder deren Stellvertretern und eine öffentliche Aufnahme, beispielsweise durch Fahrradclubs vor Ort.“ Ob nach der Challenge mit dem Rad auch die dritte Triathleten-Disziplin, Schwimmen, für Olaf Scherff noch infrage kommen wird??? Abwarten. Jetzt ist erstmal der Drahtesel gefragt.

Kontakt: Olaf Scherff, Telefon: 02324-91 93 332; E-Mail: info@mayola.de.

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