MENINGOKOKKENVERDACHT HAT SICH BESTÄTIGT

MeningokokkenMeningokokken

Ennepe-Ruhr-Kreis – Das Ergebnis der Laboruntersuchung hat am Donnerstagmorgen (22. März) den Verdacht bestätigt: Ein Mitglied der Jahrgangsstufe 12 des Märkischen Gymnasiums in Schwelm ist an Meningokokken-Sepsis (Blutvergiftung) erkrankt. Erste Symptome waren am Dienstagabend aufgetreten. Kurze Zeit später war die Behandlung auf einer Intensivstation nötig. Diese wird aktuell fortgesetzt.

Bereits gestern hatte der Fachbereich Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Familienmitgliedern und Freunden, den 80 Schülern der 12. Jahrgangsstufe und ihren Lehrern vorsorglich eine antibiotische Therapie empfohlen. „Da die Hausärzte mittwochsmachmittags geschlossen haben, hatten wir Schüler und Lehrer ins Kreishaus gebeten. Dort haben wir ihnen Medikamente und Informationen übergeben“, berichtet Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein.
Hintergrund dieser breit angelegten Vorsichtsmaßnahme: Die Jahrgangsstufe gestaltet seit Montag die Mottowoche, die letzte Schulwoche vor dem Abitur. Dabei haben die Schüler nach eigenen Angaben Speisen und Getränke aus ein und denselben Tellern und Gläsern zu sich genommen. Dies erhöht das – erfahrungsgemäß geringe – Risiko einer Ansteckung. Denn: Für die Infektion mit Meningokokken ist ein enger Kontakt mit Übertragung von Sekreten aus dem Mund-Rachenraum erforderlich. „Die Meningokokken-Sepsis hat ein sehr auffallend verlaufendes Krankheitsbild mit Fieber, Schwindel und schwerstem Krankheitsgefühl, zunächst flohstichartigen, dann flächenhaften Hautblutungen und Schocksymptomatik“, skizziert Dr. Klinke Rehbein. Ursache sind bakterielle Giftstoffe, die in die Blutbahn eingeschwemmt werden.
„Wenn diese Hautblutungen verbunden mit hohem Fieber auftreten, ist sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen, damit die notwendigen, lebensrettenden Maßnahmen schnellstmöglich eingeleitet werden können“, unterstreicht Dr. Klinke-Rehbein. Die Amtsärztin stellt weiter fest: „Statistisch gibt es in Deutschland jährlich rund eine Meningokokkeninfektion pro 100.000 Einwohner. Eine Häufung bei uns und auch in NRW liegt, wie auch im letzten Jahr, nicht vor. Etwa ein Drittel dieser Infektionen verläuft als Sepsis, die in rund 15 Prozent der Erkrankungen als eine derart schwere Form des septischen Schocks auftritt.“

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