Hattingen – Mit zwei kostenfreien Führungen hat sich „Hattingen zu Fuss“ am diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ (13. September 2026) beteiligt – und traf damit offenbar genau den Nerv der Hattinger: Beide Termine waren restlos ausgebucht. Unter dem bundesweiten Jahresmotto
„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ führte Stadtführer Lars Friedrich die Teilnehmenden entlang der Ruhr und berichtete – trotz zeitweise heftigen Regens – über Landschaft, Industriegeschichte und historische Infrastruktur der Region.
Weder das Wetter noch die frühe Ausbuchung konnten dem Interesse etwas anhaben. Wer sich rechtzeitig einen Platz gesichert hatte, erlebte einen kurzweiligen Rundgang, der die Ruhr als über Jahrhunderte gewachsenes Rückgrat von Verkehr, Handel und Industrie in Hattingen sichtbar machte.
Weniger erfreulich fällt Friedrichs Fazit zur städtischen Beteiligung an dem bundesweiten Aktionstag aus. „Bedauerlich ist, dass sich in diesem Jahr neben uns nur der Verein zur Erhaltung der Isenburg und der Förderverein Haus Kemnade an diesem bundesweiten Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beteiligt haben“, sagt Friedrich. „Für unsere Stadt, die sich als Altstadt des Ruhrgebiets versteht und über ein reiches historisches Erbe verfügt, ist das enttäuschend.“
Der Stadtführer sieht darin ungenutztes Potenzial: Gerade eine Stadt mit dem Selbstverständnis Hattingens als „Altstadt des Ruhrgebiets“ hätte am bundesweit größten Kulturereignis rund um Denkmalschutz eigentlich breiter vertreten sein können. Für „Hattingen zu Fuss“ ist der große Zuspruch zu den eigenen Führungen dennoch ein Ansporn, das Thema Denkmalschutz und Industriegeschichte auch außerhalb des offiziellen Aktionstags weiter in Führungen und Veranstaltungen aufzugreifen.


























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