Hattingen – Volles Haus, strahlender Sonnenschein und eine eindrucksvolle künstlerische Präsentation: Die Ausstellung „Abstrakte Wahrheit“ des Herner Malers und Grafikers Jürgen Grislawski wurde am heutigen Sonntag (9. August 2026) erfolgreich im Schauraum Wachszinshaus am Kirchplatz eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden sich bereits zur Vernissage um 11 Uhr ein und sorgten für eine lebendige, offene Atmosphäre.
Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Grußwort des Galeristen Peter Nymann, der die besondere künstlerische Position Grislawskis hervorhob und die Gäste in die Ausstellung einführte. Im Anschluss fand eine Dialog-Performance mit dem Titel „Abstrakte Wahrheit“ statt, gestaltet von Jürgen Grislawski gemeinsam mit dem Künstler, Raumplaner und Philosophen Robert Bosshard aus Oberhausen.
Unter dem Titel „Abstrakte Wahrheit“ zeigt Grislawski bereits zum zweiten Mal seine Arbeiten in den Räumen am Kirchplatz. Präsentiert werden aktuelle grafische Werke – insbesondere Monotypien – sowie ausgewählte Skulpturen. Schon die Einladungskarte, die ein brennendes Haus neben einem Feuerlöscher zeigt, verweist auf die thematische Intensität der Ausstellung.
Fotos zur Ausstellungseröffnung (RuhrkanalNEWS)
In seiner unverwechselbaren Bildsprache setzt sich Grislawski eindringlich mit dem Zustand der Welt auseinander. Seine Arbeiten fungieren als visuelle Kommentare, die zum Innehalten und Nachdenken anregen – pointiert, kritisch und häufig durchzogen von subversivem Humor. Dabei bewegt sich der Künstler zwischen präzise ausgearbeiteten, nahezu analytischen Darstellungen und spontan wirkenden, skizzenhaften Arbeiten.
Charakteristisch ist die Verbindung von Bild und Sprache: Wortfragmente und kurze Texte ergänzen viele der Grafiken, eröffnen zusätzliche Bedeutungsebenen und erweitern die Bildaussage – oft mit satirischem Unterton. So entsteht ein vielschichtiges Werk, das gesellschaftliche Themen ebenso reflektiert wie persönliche Perspektiven.
Auch wenn aus räumlichen Gründen keine großformatigen Ölgemälde gezeigt werden, ermöglicht die Ausstellung einen unmittelbaren Einblick in Grislawskis künstlerisches Denken. Sie zeigt ein fortlaufendes visuelles Protokoll seiner Wahrnehmung – direkt, unverstellt und von hoher Ausdruckskraft.
Jürgen Grislawski studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen mit Auszeichnung und vertiefte seine Ausbildung unter anderem in Los Angeles und Taipeh. Er war als Dozent im Ruhrgebiet tätig und stellte national wie international aus, unter anderem in Paris und Luzern. Seine Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter in der Sammlung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Der Künstler lebt und arbeitet in Herne-Wanne-Eickel.
Die Ausstellung „Abstrakte Wahrheit“ ist ab sofort im Schauraum Wachszinshaus am Kirchplatz zu sehen.









































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