VERKEHRSUNFALLSTATISTIK 2021 – MEHR UNFÄLLE – WENIGER VERLETZTE

Ein Verkehrsunfall ist immer ein belastendes Ereignis (Archiv-Fotos: Höffken)

Ennepe-Ruhr-Kreis – Landrat Olaf Schade (SPD) informierte heute (14. März 2022) mit Mario Klein von der Direktion Verkehr über die Verkehrsunfallentwicklung für den Bereich der Kreispolizeibehörde (KPB) im Ennepe-Ruhr-Kreis. Zeitgleich zeigte sich Innenminister Herbert Reul bei der Vorstellung der Landes-Verkehrsunfallstatistik erfreut: „Die beste Statistik, die wir hatten – aber Verkehrsteilnehmer werden verantwortungsloser“.

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6.502 Verkehrsunfälle im Ennepe-Ruhr-Kreis

Im letzten Jahr gab es bei der KPB-EN 6.502 Verkehrsunfälle, 395 mehr als im Vorjahr. Bei 464 Verkehrsunfällen entstand Personenschaden, 32 Fälle weniger als 2020. 2 Personen wurden im letzten Jahr bei Unfällen getötet, zwei weniger als 2020. „Die meisten Verkehrsunfälle im Straßenverkehr sind dabei auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen und vermeidbar“, so EPHK Mario Klein von der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde EN.

Verkehrsunfälle
Hattingen:      1.617 (+187)
Sprockhövel:     640 (+29)

Verunglückte motorisierte Zweiradfahrer – insges.92 Unfälle, 52 weniger als im Vorjahr
Hattingen:      21 (-13)
Sprockhövel: 15 (-5)

Pedelec-Unfälle

Von den 101 Unfällen der Rad- und Pedelecfahrer:innen (-20) verunglückten in Hattingen 22 (-20) und in Sprockhövel 11 (-5). Während sich im Landesvergleich die Anzahl dieser Unfälle erhöhte, ging die Gesamtzahl der Pedelec-Unfälle im Bereich der KPB Ennepe-Ruhr-Kreis zurück. NRW-IM Herbert Reul (CDU): „Wir haben sowohl ein generelles Pedelec-Problem, als auch ein besonders tödliches Pedelec-Problem bei älteren Menschen. Machen Sie bitte ein Fahrtraining“, empfiehlt der Innenminister.

Landrat Olaf Schade appellierte in diesem Zusammenhang an die Verkehrsteilnehmer, sich stets rücksichtsvoll und fair im Straßenverkehr zu verhalten, zumal auf den beliebten Zweiradstrecken, Radfahrer, Pedelecfahrer und Spaziergänger mit Kindern unterwegs sind.

Verunglückte Fußgänger – insgesamt 72 Personen (+3)
Hattingen:    20 (+5)
Sprockhövel: 7 (+1)

Die Polizei empfiehlt allen Fußgängern, bei Dunkelheit entsprechend sichtbare Kleidung zu tragen, um Verkehrsunfälle zu verhindern.

Verunglückte Kinder
(bis 14 Jahre)

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtzahl der verunglückten Kinder erneut gesunken und weist einen Rückgang von 46 auf 42 Fälle auf. Auch bei den verunglückten jungen Erwachsenen (18 -24 Jahren) (83 Unfälle) und bei den verunglückten Senioren (86 Unfälle) ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen.

Polizei kontrolliert weiterhin

Ob Drogenfahrten, illegale Autorennen, Pedelec- oder E-Scooter-Fahrer: „Wir sehen, dass der Verkehr verantwortungsloser wird“, sagte der NRW-Innenminister heute in Düsseldorf. „Würde es eine Statistik zu Verantwortungslosigkeit im Straßenverkehr geben, dann würde dieser Pfeil steil nach oben zeigen. Meine Botschaft lautet daher: Die Straße ist kein Trainingsparcours, keine Rennstrecke und erst recht kein Coffee Shop“. Um diesen Unfällen vorzubeugen, hat die nordrhein-westfälische Polizei im letzten Jahr viel gemacht: Sei es repressiv mit mehr Drogen-Kontrollen oder verstärkten Einsätzen gegen die Raser-Szene.

 „Die Polizei im Bereich der KPB Schwelm wird auch in diesem Jahr erkannte Verkehrsverstöße konsequent verfolgen und durch einen verstärkten Technikeinsatz flächendeckende Geschwindigkeitsüberwachungen einsetzen“, sagte Mario Klein. Darin eingeschlossen ist auch die Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs und die Präventionsarbeit unter Einbeziehung aller Altersgruppen, vom Kindergarten-Kindern bis zu Senioren.

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