Hattingen – Die Ausstellung „Transmitter“ von Julius Reinders im Schauraum Wachszinshaus in Hattingen widmet sich den spannungsreichen Schnittstellen von Kunst und künstlicher Intelligenz. Der 33-jährige Künstler, Absolvent der renommierten Kunstakademie Düsseldorf, präsentiert dort seine neuesten Arbeiten.
Reinders, der bereits vor einigen Jahren unter dem Titel „Spaziergang in Syrakus“ in Hattingen ausstellte, hat seinen künstlerischen Ansatz konsequent weiterentwickelt. Während er sich damals als präziser Beobachter von Mensch und Umgebung in zeichnerischen Arbeiten zeigte, öffnet er heute neue Räume der Bildproduktion. Seine aktuellen Werke entstehen aus einem experimentellen Zusammenspiel von digitalen und analogen Verfahren.
Die künstliche Intelligenz dient ihm dabei als eine Art „digitaler Steinbruch“. Aus historischen Bildarchiven generiert er hybrides Ausgangsmaterial, das er anschließend mittels Collage, Druckgrafik und manueller Überarbeitung in eigenständige Unikate überführt. So entstehen vielschichtige Bildkompositionen und überraschende Objekte, die sich bewusst von der makellosen Ästhetik rein digitaler Arbeiten absetzen und eine deutlich erkennbare künstlerische Handschrift tragen.
Im Zentrum der Ausstellung steht der Begriff des „Transmitters“ – verstanden als Sender, als Botenstoff. Reinders’ Arbeiten fungieren als Vermittler zwischen Zeiten, Stilen und Bedeutungen. Antike Figuren, klassische Motive und digitale Bildfragmente treten in einen Dialog und eröffnen dem Betrachter neue Assoziationsräume. Die Werke laden zu einer gedanklichen Reise durch kunsthistorische Zusammenhänge ein und stellen zugleich Fragen nach der Aktualität kultureller Werte.
Auch in seinen plastischen Arbeiten verfolgt Reinders diesen Ansatz konsequent weiter. Seine Skulpturen entstehen aus digital entworfenen Elementen, die im 3D-Druckverfahren produziert und anschließend von Hand überarbeitet werden. Diese Verbindung von Technologie und handwerklicher Bearbeitung führt zu einzigartigen Objekten, die die Idee der Collage in den dreidimensionalen Raum übertragen.
Mit „Transmitter“ gelingt Julius Reinders eine ebenso reflektierte wie experimentelle Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Herausforderungen künstlicher Intelligenz in der Kunst. Die Ausstellung bietet einen vielschichtigen Zugang zu einem hochaktuellen Thema und regt zur Diskussion über die Rolle digitaler Technologien in unserem kulturellen Leben an.
Zur Ausstellungseröffnung wird herzlich eingeladen
Julius Reinders: „Transmitter“
Schauraum Wachszinshaus
Kirchplatz 14
45525 Hattingen
Eröffnung: Sonntag, 7. Juni 2026, 11.00 Uhr
Weitere Informationen unter Schauraum Wachszinshaus
































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