STARTSCHUSS ZUM BREITBANDAUSBAU IM ENNEPE-RUHR-KREIS

Endlich beginnt der Breitbandausbau. Es freuen sich der Breitbandbeauftragte des Kreises Ulrich Schilling, Stefan Baldzun von der Telekom, Landrat Olaf Schade, Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg, Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Peter Uphoff von der Wirtschaftsförderung Wetter, die Kämmerin von Breckerfeld Sandra Schüler, Lena Dobrick von der Wirtschaftsförderung Gevelsberg, der Beigeordnete der Stadt Herdecke Dieter Joachimi und Georg Plassmann von der Wirtschaftsförderung Hattingen (v.l.) (UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

Witten/Ennepe-Ruhr-Kreis- Der Anfang ist gemacht: In Witten haben sich Landrat Olaf Schade, Vertreter der kreisangehörigen Städte und der Telekom zum symbolischen Spatenstich für den Breitbandausbau getroffen. Im Laufe der nächsten drei Jahre werden in allen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises Versorgungslücken mit schnellem Internet geschlossen – mithilfe von Fördergeldern des Bundes und Landes in Höhe von insgesamt 19,4 Millionen Euro. Weit mehr als 4.000 Adressen sollen profitieren.

„Der flächendeckende Breitbandausbau ist nicht nur eine Bedingung dafür, dass die Menschen gerne hier leben. Er trägt auch wesentlich zur Zukunftsfähigkeit der Unternehmen und damit zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Kreises bei“, hob Landrat Schade die Bedeutung des Breitbandausbaus hervor.

Dieser erfolgt flächendeckend in Gebieten, die der Kreis 2017 gemeinsam mit den Städten in einer Kooperationsvereinbarung definiert hatte. Das sind vor allem Außenbereiche, die bislang unterversorgt sind, also mit einer Downloadgeschwindigkeit von unter 30 Mbit/s auskommen müssen.

Bis März 2023 sollen 98 Prozent der Haushalte in den geförderten Bereichen zuverlässig eine Datenübertragungsrate von mindestens 50 MBit/s im Downstream aufweisen. 80 Prozent der Haushalte können sich sogar auf eine zuverlässige Rate von mindestens 100 MBit/s freuen.

Unternehmen in den Ausbaugebieten sollen künftig Raten von mindestens einem GBit/s symmetrisch zur Verfügung stehen. Symmetrisch bedeutet: Sowohl im Download als auch im Upload wird dieselbe Bandbreite garantiert – eine Einschränkung durch andere Anschlussnehmer auf der gleichen Leitung ist ausgeschlossen.

Die Telekom führt die Glasfaseranschlüsse in der sogenannten „FTTH“-Technik (fibre to the home) aus. Der Großteil der neuen Netze wird also in Glasfaser bis zum Haus- beziehungsweise Wohnungsanschluss gebaut, statt wie bisher üblich auf den letzten Metern mit Kupfer- oder Koaxialkabeln. Der Vorteil: Mit dem großflächigen Ausbau in Glasfaser werden die Voraussetzungen geschaffen, den Anschlussnehmern extrem schnelles Internet anzubieten, da mit diesen Netzen grundsätzlich Datenströme im Gigabit-Bereich möglich sind.

Fördermittel des Bundes machen Ausbau möglich

Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ennepe-Ruhr-Kreis und den neun angehörigen Städten Anfang 2017 war Voraussetzung für eine Bewerbung des Kreises um Fördermittel für den Breitbandausbau.

Im Dezember 2017 bewilligte der Bund vorläufig die gemäß seiner „Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ möglichen 50 Prozent der beantragten Mittel. Der Antrag des Kreises auf Kofinanzierung durch das Land NRW in Höhe weiterer 50 Prozent (Gevelsberg und Breckerfeld 40 Prozent) wurde ebenfalls positiv beschieden.

Die letztlich insgesamt benötigten Mittel in Höhe von 19,4 Millionen Euro bewilligten Bund und Land NRW endgültig im Dezember 2019. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde der Auftrag an die Deutsche Telekom vergeben. Den Vertrag unterzeichneten Landrat Schade und das Unternehmen im März 2020.

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