Hattingen – Am 18. Mai 2026 hat auf Einladung von Christine Freynik, Erste Beigeordnete der Stadt Hattingen, ein Gespräch mit den Händlerinnen und Händlern des Hattinger Wochenmarktes stattgefunden. In der Runde wurde die Überlegung erörtert, den Samstags-Wochenmarkt vom bisherigen Standort am Rathaus beziehungsweise Finanzamt ins Krämersdorf zu verlegen.
Brisant ist dabei, dass damit eine Idee wieder auf die Tagesordnung zurückkehrt, die Alfred Schulte‑Stade bereits vor längerer Zeit ins Spiel gebracht hatte. Er hatte sich dafür stark gemacht, den Wochenmarkt auf eigene Kosten insgesamt aufzuwerten – unter anderem mit einer offenen Überdachung im Krämersdorf, um Witterungseinflüsse abzumildern und mit einem Live-Brotback-Pavillion die Aufenthaltsqualität für Händler und Kundschaft deutlich zu verbessern.
Damals fand dieser Vorschlag in der Stadtverwaltung jedoch keine Mehrheit. Auch der damalige Bürgermeister Dirk Glaser war nicht für diese Idee zu begeistern. Statt einer baulichen Aufwertung des Marktes mit Überdachung hielt man einen anderen Weg, das Krämersdorf zu beleben, für richtig. Die Stadt setzte auf einen vielversprechenden Unternehmer, auf eine Idee eines ortsansässigen Gastronomiebetriebs sowie auf ergänzende Veranstaltungsformate wie einen Feierabendmarkt, um den Platz attraktiver zu gestalten.

Eigentlich ein toller Standort – Das Krämersdorf (Foto: Holger Grosz)
Nach Informationen von RuhrkanalNEWS stößt die aktuell diskutierte Verlagerung des Samstags‑Wochenmarktes ins Krämersdorf nicht bei allen Händlerinnen und Händlern auf Zustimmung. Einzelne Beschicker haben demnach signalisiert, dass sie im Falle eines Umzugs möglicherweise künftig nicht mehr nach Hattingen kommen würden. Als Gründe werden unter anderem unklare Zufahrtsregelungen, fehlende Parkmöglichkeiten sowie unzureichende Stromanschlüsse genannt.
Vor diesem Hintergrund erhält die erneute Diskussion um das Krämersdorf als möglichen Standort eine besondere Brisanz. Während frühere Überlegungen – etwa das umfassendere Markt‑Konzept von Schulte‑Stade mit Überdachung und Backpavillon – seinerzeit als nicht umsetzbar oder nicht wünschenswert verworfen wurden, rückt der Standort nun erneut in den Fokus der Stadt. In dieser Woche soll dazu eine entsprechende Vorlage im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus eingebracht werden. Zudem ist vorgesehen, ein erkennbares Konzept „von außen“ zu entwickeln, das eine nachhaltige bauliche und strukturelle Aufwertung ermöglichen soll.
Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus den Erfahrungen der vergangenen Debatten die richtigen Schlüsse ziehen und ein tragfähiges Gesamtkonzept vorlegen, das die Interessen von Händlern, Anwohnern, Besucherinnen und Besuchern sowie der Stadtverwaltung gleichermaßen berücksichtigt.




























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