Selbsthilfegruppe für Mediensucht: Ein Betroffener will anderen helfen

Patrick Sodtke will eine Selbsthilfegruppe für Mediensüchtige gründen (Foto: Strohdiek)
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Hattingen- Wenn es nach Patrick Sodtke geht, entsteht eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen, die unter Mediensucht leiden. Der 40-Jährige ist selbst Betroffener und hat die Initiative ergriffen, um anderen einen Raum für Austausch und Unterstützung zu bieten. „Hier vor Ort gibt es so ein Angebot noch nicht“, erklärt er. Obwohl es viele Hilfsangebote in der Region gibt, fehle es an spezifischen Gruppen für Mediensucht – eine Lücke, die Sodtke nun schließen möchte.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Seit über 20 Jahren kämpft er selbst mit der Sucht, die sich bei ihm vor allem durch exzessives Spielen äußerte. „Meine Gedanken waren komplett vereinnahmt von den Spielen“, erzählt er. Die Folgen: Schlechtere Noten in der Schule, soziale Isolation und Schwierigkeiten, normale zwischenmenschliche Beziehungen zu führen. Doch Mediensucht zeigt sich nicht nur durch übermäßigen Konsum, sondern auch durch psychische Entzugserscheinungen wie Unruhe und mangelnde Konzentration auf das reale Leben. „Es ist wie bei anderen Süchten auch – nur dass die Auswirkungen vor allem psychisch sind“, so Sodtke.

Im Bürgerzentrum Holschentor werden die Treffen stattfinden, so die Hoffnung (Archivbild: Strohdiek)

Sein Ziel ist es, nicht nur Betroffenen zu helfen, sondern auch Angehörigen und Freunden zu zeigen, wie sie mit der Situation umgehen können. „Viele wissen nicht, wie es ist, in dieser Lage zu sein. Oft fehlt das Verständnis oder das Feingefühl im Umgang mit Betroffenen.“ Die Gruppe soll daher auch ein Ort der Aufklärung sein.

Aktuell sucht Sodtke noch Teilnehmer:innen für die Gruppe. Interessierte können sich bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) der Diakonie Mark-Ruhr in Hattingen melden. Die Treffen der Gruppe werden im Bürgerzentrum Holschentor stattfinden, hofft Sodtke. Ein konkreter Starttermin steht noch nicht fest, doch die Vorbereitungen laufen. Sodtke betont, wie wichtig es ist, dass Betroffene und Angehörige gemeinsam nach Lösungen suchen. „Eine Sucht zu überwinden, ist ein Prozess. Man braucht Halt – und manchmal auch jemanden, der einen versteht.“

WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

Kommentar hinterlassen zu "Selbsthilfegruppe für Mediensucht: Ein Betroffener will anderen helfen"

Vielen Dank für die Registrierung bei ruhrkanalNEWS . Der erste Kommentar auf unserer Seite muss freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis. Das ruhrkanalNEWS-Team