PIRATENPARTEI FREUT SICH ÜBER ERFOLGREICHE VERANSTALTUNG

Psychologe Sebastian Bartoschek klärte auf dem YouTube-Kanal der Piratenpartei Ennepe-Ruhr über Verschwörungstheorien auf (Foto: Christine Ruthenfranz)

Hattingen- Freitagabend fand, organisiert von der Piratenpartei Ennepe-Ruhr, ein Online-Vortrag zum Thema „Antisemitische Verschwörungstheorien“ statt. Der Psychologe und freie Journalist Sebastian Bartoschek vermittelte Grundwissen rund um Verschwörungsmythen im YouTube-Livestream. Er erklärte, wie Verschwörungstheorien entstehen und warum deren Anhänger hartnäckig ihre Ansichten vertreten, auch wenn sie schon mehrfach widerlegt wurden. Die gut 80 Zuschauer brachten sich durch Zwischenfragen und eine lebendige Diskussion nach dem Vortrag aktiv mit ein.  In den ersten 48 Stunden nach dem Vortrag wurde dieser bereits gut 3.000 Mal auf YouTube und Facebook angeschaut.

Das Thema ist aufgrund der derzeit herrschenden, angespannten Krisensituation aktueller denn je.

„Wir laufen derzeit alle auf Alarm, was ja auch nachvollziehbar ist. Das begünstigt die Verbreitung und Entstehung neuer Verschwörungstheorien.“, sagte Sebastian Bartoschek im Vortrag.

Verschwörungstheorien werden heutzutage über soziale Netzwerke sehr viel leichter und schneller verbreitet, als es noch vor einigen Jahren möglich war.

„Im Internet kann jeder Mensch leicht publizieren. Das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits führt es zu einem positiven Austausch. Andererseits ist es viel wichtiger geworden, zwischen seriösen und nicht seriösen Quellen unterscheiden zu können. Da das Internet sehr schnell über uns hereingebrochen ist und in der Bildung viel zu wenig Wert auf Medienkompetenz und Quellenkunde gelegt wird, haben Verschwörungstheoretiker mit ihren wilden Behauptungen ein viel zu leichtes Spiel. Wir hoffen, dass wir mit unserer Veranstaltung einen kleinen Beitrag für mehr Medienkompetenz und Sensibilität gegenüber Falschinformationen leisten konnten.“, so Stefan Borggraefe, Vorsitzender der Piratenpartei Ennepe-Ruhr.

Verschwörungsmythen werden verschiedenen imaginären Mächten oder bestimmten Personen, Gruppen, Ländern zugewiesen. Oft werden sie mit antisemitischen oder anderen ausgrenzenden Sichtweisen verknüpft, womit Hass gegenüber den betroffenen Gruppen geschürt wird.

„Rechtsextremismus funktioniert nicht ohne Verschwörungstheorien.“, meinte Sebastian Bartoschek im Vortrag.

Verschwörungstheoretiker behaupten unter anderem, SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 wäre nur erfunden worden, um mittels Massenimpfungen Mikroteile in unsere Körper zu bringen, mit welchen wir durch 5G und Satelliten kontrolliert werden könnten. Wer so etwas glaubt, hält sich eher nicht mehr an die notwendigen Hygieneregeln und gefährdet nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die von völlig Unbeteiligten.

„Ich freue mich, dass so viele Menschen dabei waren und der Vortrag sich nun weiter verbreitet. In einer Präsenzveranstaltung hätten wir vermutlich nur einen Bruchteil erreichen können.“, so Stefan Borggraefe zufrieden.

Obwohl es eine reine Online-Veranstaltung war, bekam Sebastian Bartoschek zum Schluss ein Referentengeschenk. Wer wissen will, wie das funktioniert hat, muss den Vortrag bis zum Schluss sehen. Eine Verschwörung steckte jedenfalls nicht dahinter. 

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